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Historia Aventurica (2014)

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Thallion
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Historia Aventurica (2014)

Beitrag von Thallion » 02.11.2014 14:01

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im Oktober 2014 erschienenen Spielhilfe Historia Aventurica.

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Historia Aventurica
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GSandSDS
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von GSandSDS » 02.11.2014 17:03

Mein Kommentar steht schon in der Wiki, aber ich kann ihn gerne hier nochmal reinschreiben.

Es fällt mir persönlich schwer, eine Wertung in Zahlen abzugeben, da dies stark davon abhängt, welchen objektiven Wahrheitsgrad man vor allem den Angaben zu den früheren Zeitaltern in diesem Band anrechnen will. Als vermeintliche Info-Quelle dient die Unsterbliche Chalwen, was vielen Lesern vermutlich suggerieren wird, dass man hier der echten Wahrheit so nahe kommt, wie man nur nahe kommen kann. Dies entspricht auch der Versprechung im Klappentext des Buches – was für einen Teil meiner negativen Punkte verantwortlich ist.

Positive Punkte:
  • Es werden alle Zeitalter beleuchtet und eine Reihe offene Fragen geklärt.
  • Gegenüberstellung von Chalwens Sicht und der Zwölfgötterlehre.
  • Die letzten Zeitalter werden in Themen statt einfach nur chronologisch sortiert.
  • Es gibt übersichtliche Zeittafeln an den Rändern der Seite.
  • Eine Reihe schöner neuer Bilder. Mein Favorit: die neue anschauliche Sphärenkarte (auch wenn diese teilweise weniger Infos preisgibt als die alte).
Neutrale Punkte:
  • Offenbar versucht, das eher freundlich wirkende Götterbild jetzt auch im Rahmen kosmologischer Wahrheiten grauer zu gestalten. Für einige Leser aber damit wohl über das Ziel hinaus geschossen: das neue Bild der nun auch tatsächlich fast schon durchgehend selbststsüchtigen Gottheiten im Intrigengeplänkel à la Game of Thrones, welche für einen Großteil der Erzdämonen selbst verantwortlich sind, trübt das Spielen eines Geweihten. Liebhaber einer allgemein eher düstereren Spielwelt und grauer Anti-Helden mögen dies allerdings eher positiv sehen.
Negative Punkte:
  • Teilweise Widersprüche mit anderen aventurischen Werken und anderen Stellen im eigenen Buch. Teilweise falsche Nutzung von Namen (z. B.: Graufang heißt nun durchgängig Gorfang, Andergasts Gründerfamilie Zornbold soll plötzlich dem mit ihr verfeindeten Nostria angehören).
  • Nicht-aventurische Werke nicht genug recherchiert: Dortige Inhalte teilweise falsch genutzt und einige angedeutete Ereignisse der frühen kosmisch-globalen Geschichte verpasst (z. B. der Sturz der Katzengöttin Aphasmayra, der Zwist zwischen dem Goldenen Gott und Arkan'Zin und dessen Sturz in die Niederhöllen), was die Historie natürlich teilweise verzerrt, zumindest aber einige verpasste Gelegenheiten bedeutet.
  • Teilweise zu tief ins Detail gegangen und dadurch Geheimnisse unnötig entmystifiziert (Gor... äh, Graufang hat den Namenlosen allein in Ketten gelegt - warum gerade der? - und wieso muss man das so genau wissen?). Teilweise ist selbst bei Erzählerin Chalwen unplausibel, wo sie einige Details hernimmt.
  • Einige kosmologische Fakten geschaffen, die den "Suspension of Disbelief" einiger Leser arg strapazieren dürften (z. B.: gefräßiger Haudrauf-Gigant Ogeron mutiert urplötzlich zum Dämonensultan).
  • Einige bislang nie in Zweifel gestandene kosmologische (sowie irdische) Setzungen für ungültig erklärt und durch neue Wahrheiten ersetzt. Die führt teilweise auch zu spieltechnischer Unsicherheit (z. B.: Nandus ist tot, und Tsa hat es als eigenständige Göttin offenbar nie gegeben).
  • Ab dem 10. Zeitalter: zwischen Wissen aus "inner-aventurischer Quellen" und kosmologischen Geheimwissen "aus dem Off" nicht deutlich genug unterschieden.

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Sumaro
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Sumaro » 02.11.2014 17:50

OMG, bitte, bitte, bitte sag mir, dass die negativen Punkte NICHT stimmen. BITTE! :censored:
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 02.11.2014 18:06

Doch doch, ich hab's gelesen, das ist alles die Wahrheit™ :lol:
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Gorbalad » 02.11.2014 20:12

Historia_Aventurica/Inoffizielle_Errata
Meisterinformationen zu: "Das Grauen der Historia": Auf S. 288 wird er mal zur Abwechslung doch Graufang genannt.

Chalwen listet beispielhaft einige Unsterbliche, darunter 'Tsatuaria' - Tsa und Satuaria einzeln aber nicht.

Bis zur Schaffung der 4. Sphäre drifteten/sickerten Seelen ungehindert nach draussen, daraus entstanden dann Dämonen. Je mächtiger das Urprungswesen, desto mächtiger der Dämon. Aus der mächtigsten versickerten Seele, eben der Ogerons, entstand der Dämonensultan.

Nandus teilte sich in Hesinde und Amazeran. Letzterer wird später zu Amazeroth. Ein ihm zuzurechnender Alveraniar spaltet sich mit und wird zu Borbl und Rohal.
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Grund: Wikilink korrigiert

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von GSandSDS » 02.11.2014 20:36

Ogeron war glaube ich so mein persönlicher Moment, wo der Suspension of Disbelief das erste mal so richtig flöten ging. Ja, er war sicher einer der stärksten Giganten im Aufstand um Alveran, doch seine Biografie zeigt, dass auch seine Macht Grenzen gehabt haben muss:

- Er wird von den Aspekten her auch in der Historia recht eindeimensional beschreiben, so wie halt auch Oger sind: fressen und kloppen; nicht wie ein späterer Evil Mastermind.
- Er war offenbar nicht gut genug, um gleich zu Beginn in Alveran zu sein.
- Er musste sich im Aufstand von Alveran offenbar Ingerimms Führung unterwerfen.
- Er hat nicht mal seinen ersten Krieg überlebt, jedenfalls den erstmals je dokumentierten echten Krieg.
- Er hat niemals an einer Seelenernte teilnehmen können, anders als z.B. Charypta.

Aber:
- Trotzdem wird er nachher so übermächtig, dass er jeden Erzdämon in den Schatten stellt.
- Er verdingt sich dann offenbar als genialer Künstler und Baumeister. Schafft Dinge wie Dämonenkrone, Frevlergewänder, bastelt Irrhalken, führt oder baut das Omegatherion.

Ironie:
- Ich habe Magische Zeiten gelesen. Bislang war das Buch ein großer Pool an potentieller Plot-Ideen in Form von Geschichten, von denen die viele nun offiziell definitiv unwahr sind. Eine davon war "Die letzte Glut": Am Ende aller Tage, als der letzte Große Kampf gegen die Dämonenhorden kommt, frisst Ogeron (auf der Seite der Götter) das Omegatherion - setzt man beide Bücher zusammen, ist das natürlich jetzt ziemlich "WTF?!"

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Varana » 02.11.2014 21:01

Einiges davon tut schon sehr weh. Das erinnert vom Stil her an die frühen Sachen wie Phileasson-Saga und so: Juhu, wir können was schreiben, laßt uns doch einfach mal Zeugs erfinden.

Und bei vielen Dingen frage ich mich: Was hat das eigentlich mit aventurischer Historie zu tun?

Wer im Übrigen von Myranor keine Ahnung hat, sollte vielleicht vorher recherchieren, oder einfach nicht drüber schreiben. (Siehe ebenfalls die in der Wiki aufgezählten Diskrepanzen.)

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Sumaro » 02.11.2014 21:04

Ach du heilige Scheiße und ich dachte jetzt würden die Autoren im Hintergrund nichts mehr vermurksen können, nachdem sie schon bei Pardona etc. so viel Mist gebaut haben. Aber jetzt bin ich ehrlich geschockt... :(
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Farmelon » 02.11.2014 21:41

Mit DSA 5 überarbeitet und passt Ulisses die Regeln an, mit der Historia dann noch den Hintergrund. Schade, erst machen sie mir die die neuen Regeln madig und jetzt den Hintergrund. Ich hab ja mal gehofft das EG ein Einzelfall wäre, aber wenn das schon die "Änderungen" sind welche schnell zu finden sind möchte ich nicht wissen was sich da nicht alles in Halbsätzen und kleinen Nebenabsätzen versteckt.

Die Leseprobe kann man ja so runterladen. Hier die Leseprobe für Neugierige:
http://www.ulisses-spiele.de/produkte/1 ... venturica/

"Nett" finde ich ja schon alleine den Kasten auf S.7, für Spieler, von wegen Band für SLs und als Spieler doch bitte Spieler- und Heldenwissen trennen. Na ja, wenn sie meinen das noch extra betonen zu müssen.^^
Auf S. 17 etwa wird Kha eindeutig als mächtiger Gott genannt, welcher die Naturgesetze festgesetzt hat und gegen die anderen Götter durchsetzen kann, also auch nix mehr von wegen Mysterium oder Vertrag. Kha ist einfach mächtiger und kann sich durchsetzen. Satinav zählt auch als Beispiel und Mahnmal für andere Götter, wenn Satinav versagt oder solcherart Frevel zulassen greift Kha selber ein. So nebenbei wird auch noch erwähnt das die erste Sphäre erst nach Satinavs Frevel von Kha erschaffen wurde, um weitere Eingriffe zu verhindern.
Dann haben die Echsen also Recht, die Kha als eigenständigen Gott anbeten.

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Praioraner » 02.11.2014 22:09

Ich habe eine Weile mit mir ringen müssen, wie ich bei der Historia nun genau bewerte: Gehe ich nach meinen wirklichen Gefühle dem Buch gegenüber oder versuche ich objektive Kriterien festzumachen und dannach eine Kaufempfehlung abzugeben.

Aber da die Frage hier nur ist "Wie gut hat dir die Spielhilfe: Historia Aventurica gefallen" fühle ich mich frei nur einen Stern zu vergeben.

Dazu muss man über mich wissen, dass ich DSA ab der dritten und durch die vierte Version gespielt habe und dies mein Bild der Spielwelt geprägt hat. Dazu bin ich ein Spieler dem das Setting und der Hintergrund wichtiger sind als das abstrakte Regelgerüst. Ich habe mich in die Welt eingefunden und begleite die Erfolgen und Niederlagen meiner Helden mit Anteilnahme und einer gewissen unironischen Distanzlosigkeit. Die ewige Seifenoper Aventuriens bedeutet mir etwas, so albern das nüchtern betrachtet auch sein mag.

Ich weiß, dass das nicht auf jeden hier zutrifft und kann auch keine unbefangene Bewertung der Spielhilfe für diejenigen abgeben, die mit dem bisherigen aventurischen Hintergrund so ihre Probleme hatten.

Aber ich kann sagen (und habe es im entsprechenden ulisses forum thread), dass die Historia recht rücksichtslos mit dem Hintergrundbild umgeht, wie ich es bisher verstanden habe.

Die Historia beleuchtet, wie schon weiter oben gesagt, den Hintergrund zum ersten Mal aus (scheinbar) objektiver Sicht. Was diese Sicht enthüllt scheint nicht so recht mit dem Bild übereinzustimmen, dass ich bisher von DSA hatte. Es ist zum einen sehr klar und unmystisch. Chalwen ergeht sich nicht in Andeutungen sondern redet unverblümt. Spielräume für Sense of Wonder,Mythos und Missverstehen des Göttlichen bleiben nicht mehr.
Zum anderen ist dieser präsentierte Hintergrund sehr zynisch. Die Götter scheinen mehr oder weniger nur am Machterhalt interessiert, benutzen die Sterblichen sorglos als Spielzeuge und haben die Weitsicht und Moral eines entwicklungsgestörten Dreijährigen. Der Kampf um Alveran scheint ihr oberstes und einzigstes Ziel zu sein.
Ihre Taten vernichten unzählige Rassen, schaffen jedes kosmologische Problem (inklusive Dämonen, und Dämonensultan) und sie wechseln zur Niederhölle mit der Selbstverständlichkeit von Hedgefond-Managern die ihr Portfolio umorientieren. Alle positiven Taten der Götter sind im besten Fall als das Ausbügeln selbst verursachter Probleme zu betrachten. Nach der Historia haben die Brabaker mit ihrer Weltsicht eindeutig recht: Die Menschen wären ohne die Götter weit besser dran und sollten sie mit allen Mitteln bekämpfen.

Nun muss man diese Ansicht weder zwangsweise übernehmen, noch unbedingt schlecht finden, aber sie ist aus meiner Sicht doch eine unpassende und störende Interpretation des bisherigen Hintergrundes, grade in ihrer suggerierten Verlässlichkeit. Klar, Chalwen könnte einfach Blödsinn verzapft haben, aber dann kann man das erste Drittel der Historia vergessen. Mein persönliches Aventurien würde sich jedenfalls vollständig vom offiziellen entkoppeln, wenn diese neuen Fakten auch neue Spielmaterialien untermauern.

Ein Problem der gesamten Historia ist es halt, dass neue Fakten sorglos und ohne Beachtung der Implikationen gesetzt werden. Beispiele gibt es in der inoffiziellen Errata im Wiki.

Ein letztes Problem, dass aber wohl noch persönlicher ist als die vorherigen: Für jemanden, der die bisherigen Zeitlinien der Regionalspielhilfen kannte und als kanonisch betrachtet hat bietet die Historia nichts neues, außer Änderungen die an bestehenden Setzungen scheinbar nur zu Gunsten eines billigen (subjektiv) "Aha"-Effektes vorgenommen wurden.
Auch das zieht sich durch die gesamte Historia.

Würde ich also gezwungen eine Kaufempfehlung für die Historia auszusprechen könnte die so aussehen: Wer weiterhin eng am offiziellen Hintergrund spielen will sollte sich vielleicht überlegen die Historia zu kaufen. Denn es wird in ihr so viel neuer kosmologischer Hintergrund gesetzt, dass ein Spiel ohne die Historia schnell dem offiziellen Hintergrund zuwiderlaufen könnte. Auch bei längst bekannten Setzungen aus den Regionalspielhilfen könnte es überraschenden Änderungen gegeben haben.

Für diejenigen die entweder die bisherige Kosmologie in Inhalt und Detailgrad mochten oder die sich eine besser aufbereitete und detailliertere Übersicht der aventurischen Geschichte erhofft hatten als sie in den Reionalbeschreibungen zu finden ist:
Die Historia ist aller Voraussicht nach kein Buch für euch.

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Farmelon » 02.11.2014 22:21

Schade das Los und Sumu jetzt auch als nichtexistent und reiner Mythos gesetzt wurden und Kha die Riesenschildkröte alle wichtigen Gesetze auf ihrem Panzer trägt, oder verstehe ich da was falsch?

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 02.11.2014 22:50

Ne, hab ich ebenfalls so verstanden.
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Grinder » 03.11.2014 10:57

Die Wiki gibt als Autoren
Florian Don-Schauen, Daniel Simon Richter
an, das finde ich das eigentlich Erschreckende, immerhin sind das keine totalen Anfänger und hätten den av. Hintergrund gut kennen sollen.
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Cavia » 03.11.2014 11:24

Mag vielleicht mal einer derjenigen, der den Wälzer schon durch(geblättert) hat, was dazu sagen, was denn außerhalb des Kosmologieteils so drinsteht? Sprich, wie der Teil über die "jüngere" Geschichte, also die Geschichte der Menschen z. B., so ist? Das ist am Spieltisch ja vermutlich auch relevanter als Neusetzungen zu den Göttern.

Also ganz doof gefragt: Lohnt sich die Anschaffung des Buches, wenn man alle Regionalbände (die ja auch Geschichtskapitel haben) und die Dunkle Zeiten-Box hat?
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Praioraner » 03.11.2014 12:24

Das habe ich schon in meinem Posting etwas angerissen.

Meine Antwort: Eigentlich nicht. Es wird das bekannte neu aufbereitet und wiedergegeben. Einige bestehende Setzungen werden geändert, einige bestehende Mysterien aufgedeckt, einige Setzungen mit neuem Hintergrund ergänzt.

Beispiele:
Geänderte Setzung: Der Fluch des Flussvaters - Hintergründe aus dem Abenteuer werden ignoriert oder geändert.
Aufdeckung bestehender Mysterien: Tubalkain und Djer'Nod
Ergänzung zu Setzungen: es war jetzt Borbarad, der die Garether dazu angestachelt hat gegen Rohal zu demonstrieren.

Ich hatte mir neue Facetten der Geschichte gewünscht. Neue Charaktere und ihre Werdegänge, Hintergründe, vielleicht Beiläufige Details zu Glaube und Sitte und ergänzte Geschehnisse in Regionen und Kulten, die bisher über große Zeiträume ohne bewegte Geschichte geblieben sind.

Leider gibt sich die Historia eben damit zufrieden nur bestehendes zu verändern und - selten - um Verschwörungsdetails zu ergänzen. Allgemein schien das Ziel eher gewesen zu sein, so viel der bestehenden Setzungen zu ändern wie möglich ohne die aventurische Geschichte um Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit zu ergänzen. Fast alle neuen Erklärungen sind oberflächlich, einseitig oder etwas langweilig.

Die Priesterkaiser? Böse und Albern. Beweggründe für ihr Handeln: ?
Magierkriege? Welche Fraktionen gab es, wie entzündete sich der zwischen den Magiern genau, wie waren Kirchen und weltliche Herren involviert? Wen schert es? Genauere Hintergründe zu den Akteuren der Kaiserlosen Zeit: Wer braucht es?

Aber: Es werden viele Informationen gebündelt dargestellt und sich teilweise bemüht Zusammenhänge herzustellen, aber es geht nicht wirklich über das Niveau einer aventurienweiten Version eines RSH - Historieabschnittes hinaus. Wäre die Menschheitsgeschichte der alleinige Fokus der Historia hätte ich wohl, mit zugedrücktem Auge, drei Punkte vergeben.
Nicht unbedingt nötig und nicht unbedingt soviel neues oder interessantes, aber für den Pdf-Preis vielleicht nützlich, da auch ein paar Informationen (aber längst nicht alle) aus Nicht - Regionalspielhilfen auftauchen.

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Farmelon » 03.11.2014 12:27

Cavia hat geschrieben:Sprich, wie der Teil über die "jüngere" Geschichte, also die Geschichte der Menschen z. B., so ist? Das ist am Spieltisch ja vermutlich auch relevanter als Neusetzungen zu den Göttern.
Nun, falls ich das richtig mitbekommen habe wurde das 11. Zeitalter zum Zeitalter der Menschen gemacht, da Elfen und Zwerge so viel auf den Deckel bekommen haben. Also gab es bisher kein Zeitalter der Zwerge und Elfen dank Pyrdacor und das der Menschen läuft dementsprechend gerade aus.
Das ist mir als relevant für die jüngste Geschichte im Gedächtnis geblieben, hat mir jemand erzählt der die PDF hat. Meinst du so etwas?

Glaub ich dem auch, in der Leseprobe wird das Elfte ja ebenfalls als Menschenzeitalter bezeichnet.

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Gorbalad » 03.11.2014 12:56

Cavia hat geschrieben:Also ganz doof gefragt: Lohnt sich die Anschaffung des Buches, wenn man alle Regionalbände (die ja auch Geschichtskapitel haben) und die Dunkle Zeiten-Box hat?
Gedruckt würde ich frühestens eine gründlich erratierte 2. Auflage kaufen.

Das (aktuell ja auch zusätzlich verbilligte) PDF bietet sich mMn ohnehin an, da man das Buch wohl nur sehr selten direkt am Spieltisch braucht.

Aber ich glaube wirklich brauchen tut man es so oder so nicht.

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Sumaro » 03.11.2014 13:09

@ Farmelon

Sehr gut, dann sind die Orks ja jetzt endlich im Aufwind und die Menschen können im kommenden Zeitalter langsam untergehen. :censored: :lol:
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Gorbalad » 03.11.2014 13:12

Die Menschen kämpfen jetzt laut H.A. darum, als erste Rasse ein zweites Zeitalter zu kriegen.

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Farmelon » 03.11.2014 13:23

Okay.....Das hat ja Pyrdacor schon so gut hinbekommen, dann schaffen die Menschen das ja sicher locker in den nächsten 500 Jahren. :censored:

@ Sumaro
So siehts aus. ^^

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Cavia » 03.11.2014 13:24

Farmelon hat geschrieben:
Cavia hat geschrieben:Sprich, wie der Teil über die "jüngere" Geschichte, also die Geschichte der Menschen z. B., so ist? Das ist am Spieltisch ja vermutlich auch relevanter als Neusetzungen zu den Göttern.
Nun, falls ich das richtig mitbekommen habe wurde das 11. Zeitalter zum Zeitalter der Menschen gemacht, da Elfen und Zwerge so viel auf den Deckel bekommen haben. Also gab es bisher kein Zeitalter der Zwerge und Elfen dank Pyrdacor und das der Menschen läuft dementsprechend gerade aus.
Das ist mir als relevant für die jüngste Geschichte im Gedächtnis geblieben, hat mir jemand erzählt der die PDF hat. Meinst du so etwas?
Nee, ich meinte halt schon eher sowas wie im Post von Praioraner angerissene Dinge. Also halt bekannte historische Dinge, die vertieft, toll übersichtlich aufbereitet oder aus einem anderen Blickwinkel betrachtet werden. Keine Ahnung - sowas wie "Der Fall des Bosparanischen Reiches mit Hintergründen, Ursachen und Auswirkungen" oder sowas in der Art.
Das wär jetzt halt etwas, was ich mir von einem Geschichtsbuch erhofft hatte.
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Farmelon » 03.11.2014 13:31

Oh, ok. Mit den ganzen Feinheiten hab ich mich bisher nicht so auseinandergesetzt und werde ich wohl auch nicht. Aber Borbarad hat im Limbus den Elementarschlüssel der Magie gefunden, den es ja nicht gibt da die Schlüssel erst nach Madas Frevel wegen Madas Frevel erschaffen wurden, was ihm völlig neue Möglichkeiten verschafft hat. Steht zwar nicht dabei was für Möglichkeiten, aber das dürfte ein ziemlich aktueller und neuer Fakt sein der so einiges im jüngeren Hintergrund ändern könnte.
Und Dämonenkronensplitter die aktuell in Myranor genutzt werden sind angeblich schon lange dank drittem Auge vernichtet, falls du Myranor spielst könnte das interessant sein.
Dazu gelten die Asharyel jetzt irgendwie nicht mehr als Chimärenrasse die künstlich erschaffen wurde vor ein paar tausend Jahren, sondern kommt in irgendeinem vergangenen Zeitalter schon vor.

Steht aber glaube ich auch in Gorbalds Link zur Wiki. :)

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 03.11.2014 13:42

Apropos Priesterkaiser. Ist mir beim Durchlesen auch aufgefallen, dass die mMn schöne Setzung aus Veritas, warum Aldec Praiofold II. die Macht ergriffen hat. In der HA heißt es nur "reißt die Herrschaft an sich". Schade.
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Cavia » 03.11.2014 13:50

@Farmelon: Hm, das sind ja irgendwie alles mehr so Neusetzungen. Die meinte ich eher nicht.

Na, ich werd wohl doch selber mal reingucken müssen, merk ich.
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Sumaro » 03.11.2014 14:01

Ach, wenn Ogeron die Dämonenkrone erschaffen hat als Dämonensultan, dann darf man die von mir aus auch kaputt machen. *seufz*
So langsam bin ich echt raus aus dem was offiziell unter DSA läuft.
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Olvir Albruch » 03.11.2014 15:08

Ich muss an dieser Stelle eine erste Lanze für die Historia brechen, die mir nämlich ausgesprochen gut gefällt! :)

Die HA stellt in einem mehr als ansprechenden Layout einen in diesem Umfang bisher nicht dagewesenen Überblick über die aventurischen Zeitalter dar. Die angenehme Schreibweise macht sie zudem sehr leicht zu lesen - seit langer Zeit liegt endlich mal wieder eine Publikation vor mir, die ich einfach interessehalber und genussvoll verschlinge (was die meisten grünen und blauen Bände der vergangenen Jahre nicht geschafft haben; die meisten wanderten ungelesen in den Schrank).

Allein dafür verdienen die Autoren Lob!

Unwissenheit und Unbedarftheit sind aber offenbar gewaltige Segen. Von zahlreichen Dingen, die hier wie dort angeprangert werden, hatte ich bislang weder gehört (Ashariel) noch mir darüber Gedanken gemacht (Wer oder was ist Krakon?). Ich erfreue mich einfach daran, gebündelt und schön aufbereitet Informationen über bspw. das sechste Zeitalter zu erhalten.

Bei vermeintlichen Widersprüchen - und nicht offensichtlichen Fehlern (wie Gor- vs. Graufang oder die nostergastischen Königshäuser) - halte ich es ganz pragmatisch: Die HA ist die aktuellste Publikation und hat somit per Definition Recht. Ende im Gelände.
Dass sie damit vielleicht ein paar alte Gebäude einreisst, um daneben neue zu errichten - geschenkt! Alle Diskussionen über Ereignisse vor dem 11. Zeitalter sind ohnehin nur von eher akademischem Interesse, da ihre Relevanz am Spieltisch in über 90% der Fälle nicht gegeben sein dürfte.

Ich finde, dass es diesem allerersten historischen Kompendium von DSA erlaubt sein sollte, neue Setzungen zu treffen - sofern man sich in Zukunft daran hält -, auch wenn dabei heilige Kühe geschlachtet werden.
Mein persönliches Highlight ist die Ernennung Rastullahs zu einer vollwertigen pKsE!

Zudem ist hier die verlässlich unverlässliche (oder unverlässlich verlässliche? :) ) Erzählerin Chalwen ein wahres Geschenk, ist sie doch eine Instanz, der man zwar grunsätzlich Glauben schenken darf, die es einem jedoch zugleich ermöglicht, verschiedene Punkte anzuzweifeln. Somit kann sich jeder selber seinen Teil zu bspw. Tsatuaria denken.

Was zudem über alledem nicht vergessen werden sollte, sind die tw. super schönen Illustrationen (Brin! Rohal!).


Noch ein Wort zum Thema HA vs. Myranor:

Ich bin persönlich nicht der Ansicht, dass man es von den Autoren einer Historia Aventurica (!) verlangen kann, sich detailliert in die Geschichte eines anderen Kontinents einzulesen. Aufwand und Nutzen stehen hier in keinem gesunden Verhältnis.
Ohnehin bin ich dafür, sämtliche anderen Kontinente (Myranor, Tharun, Uthuria, ...) endlich als vollkommen separate Spielwelten zu betrachten, die sich gegenseitig nicht beeinflussen. Ansonsten wird es immer wieder dazu kommen, dass irgendwelche Setzungen hier wie dort nicht zusammenpassen.
Die praktischen Möglichkeiten, bspw. zwischen Aventurien und Myranor zu interagieren, sind minimal - warum also müssen beide Spielwelten die jeweils andere als so riesigen Klotz am Bein mit sich herumtragen?!


Mein Fazit:

Die HA ist ein sehr interessanter und unterhaltsamer Band, der dem durchschnittlichen DSA-Spieler viel Freude und neue Erkenntnisse bescheren wird. Offensichtlich nicht zu empfehlen ist sie jedoch jenen, die sich über die Haarfarbe Ingerimms im fünften Zeitalter und andere kosmologische Spitzfindigkeiten echauffieren können.

Für mich persönlich ist die Historia Aventurica einer der besten Bände seit Jahren - 5 Punkte!

MfG,
Olvir Albruch
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Praioraner » 03.11.2014 15:39

Äh. Nun, es zählen hier subjektivere Meinungen. Hätte ich versucht objektiver zu sein, hätte ich dem Buch vielleicht zwei Punkte gegeben. Mehr als das hat es meiner Meinung nach aber nicht verdient. Denn es steht so sehr im Widerspruch zu bisherigen Setzungen, dass es massiv mit alten Spielhilfen und Abenteuern kollidiert.

Ich finde nicht, dass in der Historia neue Ideen verarbeitet wurden. Der Verdacht liegt eher nah, dass enorm schlampig recherchiert wurde.

Ein paar Beispiele: Bisherigen Setzungen zur Sonnenlegion, dem Untergang des Shinxir-Kult,Jel-horas, Silas, der Illuminestra, dem Einfluss des Ucuri-Funkens, Hela Horas und der zweiten Dämonenschlacht wird ohne Not widersprochen. Und da sehe ich nun mal kein
kreatives Austoben (dass treibt andere Blüten), sondern eher Faulheit als Motiv. Und das ist doch sehr enttäuschend für ein so teures Werk.

Akzeptiert man das Buch als kanonisch, kann man Abenteuer wie die Borbarad-Kampgne und das 2 Jahre alte Fluch des Flussvaters schlicht vergessen. Teile der Dunklen Zeiten Box fallen weg. Diese und bestimmt viele andere widersprechen den Setzungen der Historia einfach zu sehr.

Legt man also deinen Maßstab an, dann wurde meine DSA-Sammlung (im Wert von peinlich vielen Euros)mit einem Schlag wertlos für das Spiel am offiziellen Hintergrund.
Die Folge wäre dann nüchtern betrachtet doch eher, dass ich nicht mehr am offiziellen Hintergrund spiele.

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Olvir Albruch » 03.11.2014 15:45

Praioraner hat geschrieben:Ein paar Beispiele: Bisherigen Setzungen zur Sonnenlegion, dem Untergang des Shinxir-Kult,Jel-horas, Silas, der Illuminestra, dem Einfluss des Ucuri-Funkens, Hela Horas und der zweiten Dämonenschlacht wird ohne Not widersprochen.
Kannst du die Punkte weiter ausführen? Ich kenne den bisherigen Stand zu diesen Themen nicht und kann daher auch nicht beurteilen, inwiefern die HA dort vermeintlich widerspricht.
Praioraner hat geschrieben:Akzeptiert man das Buch als kanonisch, kann man Abenteuer wie die Borbarad-Kampgne und das 2 Jahre alte Fluch des Flussvaters schlicht vergessen.
Den FdF kenne ich nicht, aber die Begründung, warum die G7 nach der HA angeblich nicht mehr funktioniert, würde mich dann doch sehr interessieren.

MfG,
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Re: Historia Aventurica

Beitrag von GSandSDS » 03.11.2014 15:54

Olvir Albruch hat geschrieben:Ich bin persönlich nicht der Ansicht, dass man es von den Autoren einer Historia Aventurica (!) verlangen kann, sich detailliert in die Geschichte eines anderen Kontinents einzulesen. Aufwand und Nutzen stehen hier in keinem gesunden Verhältnis.
Dann hätte man aber – zumindest nach meinem Dafürhalten – anders an die Sache herangehen müssen. Die Kontinente liegen nunmal offiziell in der selben Welt unter dem selben Himmel und den (objektiv) selben Göttern. Keine Regionalbeschreibung und kein Regelwerk kann veröffentlicht werden, ohne dass Ulisses dies freigibt und damit für kanonisch erklärt (Ausnahme: Rakshazar, dass aber nur unter dem Fanware-Label läuft). Will man z.B. Myranor raushalten, ist es nicht hilfreich dortige Elemente für Aventurien zu entwenden, deren Historie zu ändern oder dort wichtige Plot-Items für nicht-existent zu erklären, die gerade Teil einer offiziellen Abenteuer-Kampagne sind. Im Prinzip macht die Historia Aventurica bis inklusive des 9. Zeitalters grundsätzlich keine aventurischen, sondern globale Aussagen, damit berührt es zwangsweise die anderen Spielwelten.

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Re: Historia Aventurica

Beitrag von Varana » 03.11.2014 16:03

Olvir Albruch hat geschrieben:Mein persönliches Highlight ist die Ernennung Rastullahs zu einer vollwertigen pKsE!
Ooookay. Damit bin ich raus.
Oder weniger auf den persönlichen Geschmack bezogen: Was zum Henker hat sowas in einem Werk zur aventurischen Geschichte verloren?!?
Ich bin persönlich nicht der Ansicht, dass man es von den Autoren einer Historia Aventurica (!) verlangen kann, sich detailliert in die Geschichte eines anderen Kontinents einzulesen. Aufwand und Nutzen stehen hier in keinem gesunden Verhältnis.
Genau dasselbe sagte ich ja.
Kein einziger der myranischen Böcke muß zwingend in einer HistAv erwähnt werden. Man hätte sie einfach weglassen können, und dem Werk wäre nichts verlorengegangen - denn alle unpassenden Details sind eher nebenbei geschrieben.
Aber:
Wenn man solche Details einbaut, dann ist es die Aufgabe der Autoren, sich zu informieren. Da führt kein Weg dran vorbei. Zumal es sich ja teilweise nicht um obskure Hintergrundkleinigkeiten handelt.

(Und den muß ich noch bringen: Offensichtlich waren die Autoren der Historica völlig richtigerweise auch nicht der Meinung, sich allzutief in die Kosmologie einlesen zu müssen. Rätselhaft bleibt, warum sie dann trotzdem drin gewütet haben.)

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