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5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Abstimmung über und Bewertung von Abenteuern, Spielhilfen und Romanen.

Wie bewertet ihr die Weiterentwicklung von DSA seit 2011?

überwiegend Positiv
34
28%
Unverändert
13
11%
überwiegend Negativ
74
61%
 
Abstimmungen insgesamt: 121

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Hesindian Fuxfell
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Hesindian Fuxfell » 19.10.2016 11:55

Zohltan hat geschrieben: Was mich halt nur wundert ist, dass das Briefspiel in einem anderen Kosmos stattfindet. Darüber wird ja eigentlich nicht berichtet was ich Schade finde. Gut ich kann auf den Regionalseiten in den Wiki's lesen, aber das kann ich auch bei anderen Spielberichten. Ich finde nur die Diskrepanz zwischen "DSA hat ein Briefspiel, wo viele Sachen gesetzt werden" und "auf keiner News-Seite steht überhaupt mal was dazu" schon immer - besonders als Außenstehender - ziemlich verwirrend.
Das stimmt ja nur zum Teil, es ist schon der gleiche Kosmos. Die Frage nach Berichten ist bedingt berechtigt, es gibt sie ja auf den Regionalseiten und gab (und gibt noch?) den Übertrag auf offizielle Hintergründe. Richtig dabei ist, dass es im offiziellen nicht kommuniziert wird, aus welcher Quelle bestimmte Infos stammen.
Ich denke aber mal, da wurde bewusst entschieden nicht zwischen Briefspielhintergründen und Autorenideen zu unterscheiden sondern einfach zu sagen: Das alles ist Hintergrund, egal woher es kommt.

Gorbalad
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Gorbalad » 19.10.2016 11:59

Kanonischer Hintergrund ist es genaugenommen ja erst, wenn es in einer Ulisses-Publikation steht. Das passiert aber nur mit Teilen des Briefspiels.

Weynard
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Weynard » 19.10.2016 14:10

Das Briefspiel *war* (vor geraumer Zeit, teilweise Jahrzehnten) mal relevant, wurde hin und wieder wiederbelebt und ist so ein bischen nebenhergekrochen. Soweit ich weiß, ist z.B. der Albernia-Nordmarken-Konflikt zu großen Teilen aus dem Briefspiel dieser Regionen entstanden.

Was mit dem Konzept heute ist, weiß wohl niemand so richtig. Es läuft noch, aber der Kontakt mit Ulisses ist wohl etwas frostig (gewesen?).

Wie gesagt, da ich nicht drinstecke, ist das alles nur Halbwissen. Ich will da auch kein Fass aufmachen und habe es eigentlich nur eingeworfen, weil ein Zeitsprung oder ähnliches diese Community wohl (endgültig) abgehängt hätte. Nicht, dass das das Zünglein an der Waage sein sollte, wenn man den Rest der Community betrachtet, insoweit gebe ich euch da schon recht :D

Rhanaya
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Rhanaya » 19.10.2016 20:32

Ehrlich gesagt wusste ich vom Briefspiel bis vor 2 - 3 Jahren gar nix und das obwohl ich seit DSA 1 spiele. Lag wohl daran, dass ich kein Bote Leser bin.
Ich will auch nicht abstreiten, dass da viel Herzblut reingegangen ist aber das ein kleiner Kreis Elitespieler die Geschichte von Aventurien bestimmt finde ich etwas befremdlich.
Obwohl der Adel hat das ja schon immer so gemacht, passt also doch :???:

Da fand ich das alte Warhammer Konzept sinniger, in dem in öffentlichen Spielrunden Kampagnen ausgespielt wurden und das Ergebniss dann "offiziel" wurde.
Zumal das Briefspiel es für einen Autor ungemein schwierig macht, irgendwelche Plots in der Provinz zu machen.
"Ne, mein Baron ist nicht so einer, der hat alle Abenteuerer ganz lieb auch wenn sie durch seine Burg schleichen" etc.

Der Zeitsprung von 100 Jahen war nur so eine Zahl, wer sagt eigentlich das die Heldenzeit nur ein paar Jahre lang ist ? Götter haben ein anderes Verständnis von Zeit, evtl. war es einfach die Ruhe vor dem großem Sturm?

Letzendlich fehlt da auch ein durchgehendes Konzept mit den Göttern die Aventurien,Myranor & Uthuria unter einen Hut bringt. Heldenzeit nur in Aventurien und in Myranor "Business as usual" ?

Es gibt also viele Baustellen und ein Neustart wäre wahrlich nicht das schlechteste. Muss ja nicht gleich so heftig wie in D&D werden aber ein Neukonzipiertes Aventurien, das durchaus als Fundament die Geschichte beibehalten kann würde wieder Spielraum eröffnen.

Das Thema ist aber durch, DSA 5 ist nun da und ehrlich gesagt, wenn meinen Gruppe nicht so Systemtreu wäre, wäre ich schon bei Splittermond. Wobei wir DSA 5 die Gefolgschaft verweigern und einfach DSA 4.1 weiterspielen und auf DSA 6 hoffen.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Teferi » 19.10.2016 21:03

Rhanaya hat geschrieben: Letzendlich fehlt da auch ein durchgehendes Konzept mit den Göttern die Aventurien,Myranor & Uthuria unter einen Hut bringt. Heldenzeit nur in Aventurien und in Myranor "Business as usual" ?
Bumm, und da haste dich geoutet als non-Myranor-Kenner: Auch im Gyldenland bricht nämlich schon seit der Myranor Box das neue Heldenzeitalter an! :) Das thema wird auch in UdS behandelt, und "Im Zeichen der Götter" ist sogar in meinen Augen ein Anthalogieband zum thema "Heldenzeitalter" - von der Wächter des Imperiums Kampagne mal ganz zu schweigen ( die übrigens klasse ist! :) )

Rhanaya
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Rhanaya » 19.10.2016 21:48

Oha, Asche auf mein Haupt.

Wie koordinieren die beiden Verlage den das ? Bzw., wenn nicht muss das Ergebniss ja schon feststehen.

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Hesindian Fuxfell
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Hesindian Fuxfell » 20.10.2016 10:40

Rhanaya hat geschrieben: Ich will auch nicht abstreiten, dass da viel Herzblut reingegangen ist aber das ein kleiner Kreis Elitespieler die Geschichte von Aventurien bestimmt finde ich etwas befremdlich.
Ich glaube, da muss ich mal nen Zahn ziehen. Oder ne Lanze brechen. Oder was auch immer.

Das Gerücht vom kleinen Kreis von Elitespielern ist etwas weit hergeholt. Ich kann selbst nicht genau sagen, wie die Verteilung ursprünglich von statten ging, weil ich da noch nicht mit dabei war, aber im großen und ganzen waren es viele sehr interessierte Spieler die an sich schon immer einen guten Kontakt mit der Redax gesucht hatten.
Wer, wie ich auch, in der Zeit eher Spieler war, der das Zeug gekauft und gespielt hat, der hat davon eben wirklich nichts mitbekommen. Der hatte aber anscheinend auch nicht das ausreichende Interesse sich so weit mit einzubringen.

Zum anderen ist der Einfluss auf die Geschichte jetzt auch nicht überzubewerten. Wenn die Redax etwas wollte, wurde es auch gesetzt, auch wenn der einzelne Baronsspieler nicht so begeistert davon war. Wenn die Redax offen war und die Idee aus der Briefspielszene gut ankam, wurde sie übernommen. Bestimmend war der Einfluss also nicht. Er hat aber vieles noch lebendiger werden lassen, da gerade ins Detail rein eine größere Anzahl an Ideengebern vorteilhaft sind, wenn die Ideen so gut gefiltert werden.

Auf alle Fälle kann jeder mit Interesse Kontakt zu den jeweiligen Länderorgas aufnehmen, meiner Erfahrung nach sind die allgemein eher begeistert, wenn mehr Spieler das Ganze auch weiter beleben. Man wird jetzt ziemlich sicher nicht gleich irgendwo Baron, aber zumindest Charaktere aus adligen Familien und deren Umfeld bis hin zu Junkern/Rittern mit Gut sind immer mal offen. Bin mit meinem Magier da Anfang der 2000er auch sehr leicht reingekommen und habe im Verlauf noch einen Charakter der Familie Niamad erstellt/übernommen, der zum Junker in der Baronie Otterntal aufgestiegen ist. Hab nur leider in den letzten Jahren keine Zeit mehr dafür gehabt... :cry:

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von BenjaminK » 20.10.2016 10:53

Wenn ich mich richtig erinnere, gab es auch sowas wie offizielle Spielrunden, die Ergebnisse gesetzt haben.

Ich finde es eher befremdlich, wenn die Partizipation von mehreren hundert Spielern für die Geschichtsschreibung als "elitärer Kreis" "befremdlich" ist, wo doch normal sonst nur ein elitärer Kreis von 5-15 Spielern (auch Autoren und Redakteure genannt) die Setzung übernimmt *G*
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Jadoran » 20.10.2016 10:56

Ich bin selber nicht Teilnehmer des Briefspiels, aber die Diskussionen kenne ich. Ich würde das Briefspiel einfach als Content-Steinbruch für den Kanon sehen. Wenn die Redax damit die Welt lebendig macht, freuen sich die Briefspieler (normalerweise). Wenn das nächste Große Ding mit dem Hintern auf einer Briefspielbaronie landet weniger. "Elitespieler" triffts einfach überhaupt nicht. Um die Welt Aventurien tatsächlich lebendig zu halten braucht es in meinen Augen sowas wie Briefspieler: Die Autoren können ja "abseits des Abenteuergeschehens" unmöglich alle Settings mit Tagesgeschäft füllen. Und ohne Alltag wirkt eine Welt starr wie eine MMORPG-Instanz.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Nyamaunir » 20.10.2016 15:43

Ja, wie koordinieren sich die beiden Verlage untereinander? Ich hatte da ja auch mal nachgefragt bei der Dreieichcon und die Frage kann man ganz einfach beantworten: Gar nicht. Das war bei der alten Redaktion vielleicht noch der Fall, wo Leute da waren die da den Überblick hatten zwischen den Kontinenten, aber wie viel Ahnung die aktuelle Redaktion bei Ulisses von Myranor hat, das konnte man ja recht eindrucksvoll bei der Historika Aventurika sehen. Das interessiert da nun mal die wenigsten Leute was da drüben passiert und der Uhrwerk Verlag kann damit auch machen was sie wollen so lange sie nicht Ulisses in die Quere kommen, zumindest habe ich das so verstanden.

...außer DSA 4 Bücher rausbringen natürlich. Da wurde ja auf eine recht "elegante Art und Weise" der Hahn abgedreht, so dass sie nun erst einmal nicht weiter machen können. Auch bei der Regelumstellung auf DSA 5, was den Uhrwerk Verlag wohl getroffen haben muss wie der Blitz, wurde sich in keinster Art und Weise ausgetauscht, was ich absolut unmöglich finde. Tharun hätte man sich dann ganz einfach auch sparen können, wo sie nicht mal mehr das geplante Abenteuer noch rausbringen durften.

Ich will den neuen Leuten in der Redaktion ja nicht zu nahe treten. Das sind, zumindest auf den Cons, immer sympatische und nette Menschen, aber mit der Arbeitsweise wie sie die Bücher rausbringen und auch alles überall ohne tieferen Sinn verteilen, da komme ich einfach nicht mit zurecht.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Farmelon » 20.10.2016 16:07

...Oder Dämonenkronensplitter welche in Myranor Teil des aktuellen Metaplots sind, welche die Aventurien-Redax aber mal ganz nebenbei als in einem früheren Zeitalter definitiv zerstört setzt. Oder mal eben den gesamten Hintergrund der Entstehung der Ashdariel ebenso nebenbei über den Haufen werfen und neu setzend, so das Uhrwerk schauen darf wie man dort damit umgeht. :wink:

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Rhanaya » 20.10.2016 16:24

Ich will den neuen Leuten in der Redaktion ja nicht zu nahe treten.
Kleine Retourkutsche für Splittermond vielleicht ?
Die Autoren können ja "abseits des Abenteuergeschehens" unmöglich alle Settings mit Tagesgeschäft füllen. Und ohne Alltag wirkt eine Welt starr wie eine MMORPG-Instanz.
Schon richtig, nur wie bekommt man es mit? Ich habe mal in das Liebfelder Wiki geschaut und ist schon erstaunlich mit welchem Einsatz da gearbeitet wird, da kann man natürlich einiges für Kampagnen ala Königsmacher ziehen.
Nur, muss es ja irgendwie "offiziel" sein, sonst geht es den Leuten wie mir, die fleißig Star Wars Bücher über die Jahre gesammelt haben während filmisch nix ging und nun auf einmal per Disney-Dekret auf einem Haufen Altpapier sitzen.

Wenn offiziel dann verdient es den Titel "Elite" schon, im guten Sinne, sollte dann aber auch so bennant sein. Wo wir wieder beim Titel Redakteur wären.
Wenn nicht offiziel ist es "nur" eine lebendige DSA Welt von vielen die dann immer wieder einen Redcon erleiden muss.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Nyamaunir » 20.10.2016 17:00

Kleine Retourkutsche für Splittermond vielleicht ?
Das kann ich mir gut vorstellen dass Ulisses das überhaupt nicht geschmeckt hat wo dann auch noch die Leute sitzen die sie vorher auf die Strasse gesetzt haben, ist aber ein nachvollziehbarer Schritt gewesen bei Uhrwerk. Sie haben ja nur die Lizenz von Myranor und die kann man auch entziehen, warum auch immer man das tun sollte, aber das man dort auch etwas eigenes haben möchte wo man dann mit machen kann was man will, das kann ich schon verstehen.

Was auch immer da für ein Zwist herscht zwischen den beiden Verlagen, die beiden Kontinente liegen nun mal auf der gleichen Welt und wenn man so einen Band schreibt wie die Historika und sich in manchen Punkten nicht sicher ist, dann greife ich doch mal zum Telefon und frage nach (...oder schreibe eine mail wenn ich nicht mit den Leuten reden will), aber das man einfach irgendwas reinschreibt was nicht stimmt das geht einfach nicht. Das mit den Asharil z.B. ist ja kein großes Geheimnis gewesen, sondern steht direkt bei der Rassenbeschreibung drin, aber der Band hatte ja dann doch noch ein "paar" andere Probleme... :wink:

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Herr der Welt » 22.10.2016 09:02

[mod]Diskussion um die Dämonensplitter in Myranor abgetrennt.[/mod]

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Andras Marwolaeth » 22.10.2016 11:38

Ich sehe die Entwicklung insgesamt gemischt.

Vom Aussehen, Layout, Grafik, Farben her machen die DSA5-Produkte einiges her. Da ist man sicherlich auf dem aktuellen Stand angekommen.

Dass die Abenteuer nicht in Überzahl episch dicke Monsterbände sind, finde ich auch gut. Die Abenteuer scheinen mir auch tendenziell besser geworden zu sein.

Zum Regelwerk lässt sich noch nichts abschließendes sagen, weil da noch relevante Bände zu Magie und Geweihten fehlen. Scheint mir aber besser zu sein, vor allem, was die früher zahllosen Ausnahme- und Sonderregelungen betrifft.
Allerdings hat man sich an manchen Stellen auch nicht getraut, etwas zu straffen. Warum ich z.B. bei den Professionen Varianten brauche, erschließt sich mir gar nicht, die Sonderfertigkeiten sprengen mit ihrem Detailreichtum (ich denke da nur an die ganzen SFs zu Malen und Zeichnen) den Rahmen und man stellt sich die Frage, wofür man sowas braucht. Ich weiß es nicht und ich vermute, dass man sich beim Verlag nicht die Frage gestellt hat, wo man eine Grenze ziehen will.

Zu erwarten war, dass sich die Umstellung des Regelwerks eine ganze Zeit hinziehen wird. Und dass das auch Auswirkungen auf die Weiterentwicklung von Myranor und Tharun haben wird.

Ich hatte mir gedacht, dass die neue Version auch eine gute Gelegenheit gewesen wäre, eine neue Welt als Hintergrund aufzumachen, die noch nicht beschrieben ist, als Angebot für Neuspieler oder solche, die auch mal was neues mit vertrauten Regeln spielen wollen. Ist aber nicht. Schade.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Quendan von Silas » 23.10.2016 21:55

Nur kleiner Einwurf zu dem Myranor-Exkurs hier, um ein paar Sachen ins rechte Licht zu rücken.
Nyamaunir hat geschrieben:und der Uhrwerk Verlag kann damit auch machen was sie wollen so lange sie nicht Ulisses in die Quere kommen, zumindest habe ich das so verstanden.
Alle Uhrwerk-Produkte müssen (natürlich) bei Ulisses durch das Approval - das heißt es ist schon alles abgesprochen. Im Normalfall läuft es halt "Passt alles, schönes Buch!" und wir können es drucken. Änderungen werden nur selten in Details verlangt. Da war die Zusammenarbeit bisher immer gut und reibungslos. Ehrlich gesagt wäre es auch für beide Seiten sehr anstrengend und arbeitsintensiv, wenn man sich da irgendwie tiefergehend für alles absprechen würde. Da herrscht einfach das gegenseitige Vertrauen vor, dass wir alle für Myranor nur das beste wollen.

Das wir bei DSA5 im Regeldesign nicht stärker eingebunden wurden, finde ich auch nicht weiter überraschend (und wir hätten auch kaum die Ressourcen gehabt für einen anderen Verlag ein Produkt mit zu entwickeln in unserer Arbeitszeit ;) ). Wir haben aber die Regeln immer schnellstmöglich in fertiger Version enthalten, um eben notwendige Myranor-Sachen damit abzugleichen. Das ändert halt leider nix daran, dass wir erstmal abwarten mussten bis weitere Erweiterungen soweit fertig waren. Aber das sind die Tücken, die eine Regelumstellung bei einem Sub-Lizenznehmer mit sich bringen.

Das wir keine DSA4-Produkte in der Zwischenzeit mehr rausbringen können, ist für uns natürlich nicht optimal. Aber wir verstehen aus kaufmännischer Sicht auch, dass Ulisses nach Release der neuen Regeln keine alten mehr offiziell supportet sehen möchte. Die Frist um die noch in Arbeit befindlichen Sachen fertig zu machen war jedenfalls völlig ausreichend (und wurde auch verlängert um ein paar Monate nachdem klar war, das es für ein paar Bücher sonst eng wird).

Irgendeine Retourkutsche für irgendwas muss man da nicht reininterpretieren jedenfalls. Ulisses freut sich über jedes Splittermond-Buch, dass wir veröffentlichen, weil sie da als unser Exklusiv-Vertrieb gut dran verdienen. ;)

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Rhanaya » 24.10.2016 00:19

Irgendeine Retourkutsche für irgendwas muss man da nicht reininterpretieren jedenfalls. Ulisses freut sich über jedes Splittermond-Buch, dass wir veröffentlichen, weil sie da als unser Exklusiv-Vertrieb gut dran verdienen. ;)
What the F....

Ich habe mit den Splittermond Büchern auch noch Ulisses gefüttert ? Das darf doch nicht wahr sein :(
Ich dachte ihr habt da was ureigenes im Eigenvertrieb.

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Grinder
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Grinder » 24.10.2016 09:11

Ulisses macht den Vetrieb, Mäuschen.
These things are romanticized, but in the end they're only colorful lies.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Rhanaya » 24.10.2016 19:30

Teufel auch.

Aber per PM hat sich das soweit geklärt, dass das Geld bei Uhrwerk bleibt wenn man in deren Shop kauft, insoweit kann ich damit dann leben.
Muss nur meine Angewohnheit bei meinem Buchhändler zu bestellen ändern, schade.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Keideran Labharion » 25.10.2016 16:28

Mh, ist das nicht ein bisschen übertrieben? Klar, es ist schön, dass du mit deinem ganzen Geld den Uhrwerk-Verlag unterstützen möchtest, aber mit deiner Haltung, Ulisses keine paar Cents zu gönnen, schadest du auch deinem lokalen Buchhändler. Und solche sollte man doch zuerst unterstützen.
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Rhanaya » 25.10.2016 16:50

Ulisses bekommt Geld für DSA von mir. Wäre schön gewesen wenn der Uhrwerk Verlag einen anderen Kanal gefunden hätte.

Naja bevor wir wieder OT gehen, solls das auch gewesen sein.

Wie auch immer, was ich der Redax übel nehmen ist das unwürdige undurchdachte Ende von DSA 4 und der irgendwie übers Knie gebrochene Start von DSA 5.
Keine Ahnung ob man eien Art von sanften Übergang machen wollte.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Rhanaya » 26.10.2016 12:38

Gibt es einen Myranor Tread hier ?

Ich wollte doch gerne mal wissen wie sich das mit den Göttern verhält. Laut Wiki haben wir ja in Myranor die Oktade in Nebos. Ist das nun ein Nebenalveran, da sind ja ein paar Götter drin die in Aventurien nicht (mehr) bekannt sind.

Welches Alveran ist nun höherwertiger? Wie verhalten sich die Götter untereinander, Praios z.B. sitzt ja in beiden Alveranen.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von StipenTreublatt » 27.10.2016 16:58

Rhanaya hat geschrieben:Gibt es einen Myranor Tread hier ?
[mod]Suchfunktion. Falls keiner zu finden ist, neuen erstellen. Nicht einfach hier offtopic reintippen. Bitte. Danke.[/mod]
Aufgeben ist was für Schwächlinge.--Melek ibn Cherek, Richter der neun Streiche

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Ardor » 30.10.2016 23:19

Nachdem die (überarbeitete) HA die neueste Publikation ist, die ich besitze und ich viele Spielhilfe und Abenteuer und Boten im Regal stehen habe, die ich - aus Zeitgründen -noch gar nicht gelesen habe, stimme ich nicht mit ab. Mit DSA 5 setze ich mich ohnehin nicht auseinander, solange noch nicht alle Regelteile erschienen sind. Aber bis dato sehe ich keinen Grund, meine aktuelle Runde nicht auch dann mit DSA 4.1 Regeln weiter zu spielen (da ich auch bei DSA 1/2/3 Abenteuern Anpassungen an DSA 4.1 vornehmen muss, sehe ich in einem „Downgrade“ von 5 auf 4 jetzt auch kein größeres Problem).

Dennoch erlaube ich mir mal meine Meinung zu dem Thema auf Grund der mir bekannten Publikationen und dem, was ich so von Neuerscheinungen mitkriege, kund zu tun.

Ich gehör(t)e der schon erwähnten Gattung der Sammler an und gegen Ende der 90iger/Anfang der 2000er war ich wirklich einer der Wahnsinnigen, der Abenteuer/Spielhilfe/Romane/Wunderwelten gleich bei Erscheinen gekauft hat (neben den Bemühungen, auch noch die Sammlung an DSA 1 und DSA 2-Abenteuern zu kompletieren). Das war zum Finale der G7 auch ziemlich spannend und ich war auch sehr erleichtert, als nach einer gefühlten Ewigkeit (ich glaube, in Wahrheit war es nur ein halbes Jahr) Fanpro DSA nach dem Konkurs von Schmidt-Spiele weitergeführt hat.
DIESER Wechsel hat - meinem Empfinden nach - DSA durchaus gut getan.

Was ich - nicht erst seit dem Redaktionswechsel - sondern schon seit dem Wechsel zu Ulisses feststelle (aber vielleicht kommt es mir nur so vor, weil mit zunehmenden Alter Zeit und Auf-den-Kopf-hau-Geld knapper werden) ist ein erhöhter Output. Und das scheint - wie hier im Thread schon öfter erwähnt - mit DSA 5 eine weitere Steigerung zu erfahren. Ohne jetzt Bezug auf die Qualität nehmen zu können, weiß ich ehrlich nicht, ob hier selbst mein jüngeres Sammler-Ich aus der Jahrtausendwende mithalten könnte. Und so gerne ich auch am neuesten Stand wäre (zumindest was Quellenbücher betrifft), ich werde zukünftig nur noch sehr selektiv kaufen können. Zumal ich die Zeit die ich für mein Lieblingshobby investieren kann, vor allem in die aktuelle Runde stecke. Und mit der spiele ich sowieso uralt-Abenteuer.

Interessant ist da für mich alles, was alte Plots weiterführt oder alte NSCs aufgreift. (Darum war Bahamuths Ruf natürlich ein must-have, das sehr geschickt „Blutige See“ meets „Sieben magische Kelche“ zelebriert hat, um mich hier auch als MM-Fan zu outen).

Insgesamt finde ich das „Aussterben“ der „Alten Garde“ sehr bedauerlich. Das fand ich aber schon beim Weggang von KHW und Hadmar (von) Wieser schade. Aber ob es so oder so wirklich noch jemanden gibt, der einen „Gesamtüberblick“ hat, sei einmal dahingestellt. Weil das Beispiel der HA gefallen ist: Florian Don Schauen ist ja doch auch ein „alter Hase“, wohl aber mit Myranor, Dunklen Zeiten, Tharun nicht in dem Ausmaß vertraut (hier habe ich auch Lücken, liegt teilweise auch noch ungelesenes Material im Regal, aber vor allem, weil mich Myranor irgendwie nicht so reizt).

Ich halte es nach wie vor für eine unglückliche Vorgehensweise zu versuchen, mit der HA auch den mythologischen Hintergrund - mehr oder weniger - verbindlich festlegen zu wollen, auch wenn ich den Gedanken dahinter verstehe: Nachschlagewerk für Jungautoren - verbindlicher Hintergrund für Spielleiter. Nur da dann wieder Geheimnisse und womöglich geplante Plothooks einzubauen (na wie ist das denn nun mit dem Nandus…) - aber darüber wurde ja eh schon seitenweise diskutiert.

Der Gedanke eines „Reboots“ mit DSA 5 ist verständlich und auch ganz im Geiste der Zeit, wenn man so ins Kino schaut. Ob das wirklich das Klügste gewesen wäre, sei mal dahingestellt.

Das Briefspiel ist sicher eine Bereicherung und ich bin sehr dankbar über die Regional-Wikis und die darin enthaltenen Informationen. Es ist sicher mit ein Grund für die detaillierte Ausarbeitung Aventuriens, was ja zu gleich Segen und Fluch ist. Ich glaube mich zu erinnern, das bei der Übernahme von Ulisses das Thema Briefspiel durchaus angesprochen wurde und angedacht war, es wieder zu focieren, habe aber auch den Eindruck, dass die Blütezeit des Briefspiels vorbei und der Einfluss auf die Entwicklung der Spielwelt geringer ist. Die Provinzen sind soweit beschrieben, und wie weit die Pläne der Redaktion (so schon vorhanden) sich mit den Ideen aus dem Briefspiel vereinbaren lassen war - glaube ich - immer schon eine variabel zu beantwortende Frage.

Da gab es einerseits die Answinkrise die im Briefspiel und im Boten ausgefochten wurde und die man als Spielleiter/Spieler eben nur dort nachlesen konnte (bzw. als Basis für eine eigene Kampagne verwenden konnte). Dann gab es das - auch aus anderen Gründen - vielgeschmähte „Tal der Finsternis“ in das man die Briefspieler zwecks vierfacher Königinnen-Krönung wunderbar mit einbinden hätte können, was aber konsequenter Weise (fast) vollständig unterlassen wurde.

Was ich spannender (im Sinne von: wie kam es dazu und warum bitte? ;-) ) finde, sind Dinge wie Engasal und das Kemireich, wo sich - meines Wissens - bespielte Gebiete aus privaten Runden ins offizielle Aventurien „geschummelt“ haben. Dies allerdings nur in Form von kurzen Texten in Spielhilfen und (im ersteren Fall durchaus witzigen) Artikeln im Boten. Auf Abenteuer wirkt sich das so gut wie gar nicht aus (gut, in "An fremden Gestaden" kann man ein paar Inselkolonien vom Kemi-Reich anlaufen, das hier - interessanter Weise - wieder Trahelien genannt wird) und um es wirklich ins Spiel einzubauen sind die Informationen zu dünn bzw. das Setting zu wenig verlockend (für Engasal gibt es zumindest eine inoffizielle - natürlich blendend aussehende - Spielhilfe).

Fazit: es gab nie und wird auch nie einen durchgehenden Masterplan bei DSA geben. Die Hintergrundwelt ist „natürlich gewachsen“ und hat - vor allem mit den Zusatzkontinenten bei anderen Verlagen - inzwischen ein Ausmaß erreicht, das es in seiner Gesamtheit kaum mehr überschaubar ist. Aus diesem Grund fürchte ich, das Fehler wie in der HA in Zukunft nicht zu vermeiden sein werden. Im Gegenteil ist zu befürchten, dass durch den Wegfall etlicher „alter“ Autoren sich Widersprüche bzw. das Versanden alter Plotlinien häufen wird. Als Jung-Autor und SL bleibt da wohl nur, das was vorhanden ist als Ideensteinbruch zu verwenden. Funktioniert für das private DSA in der Spielrunde wunderbar. Wie das ein Verlag professionell lösen soll, ist mir ein Rätsel…

Tante Edith: hat mich mal auf die gröbsten Fehler im Text aufmerksam gemacht ;-)
Zuletzt geändert von Ardor am 31.10.2016 17:15, insgesamt 1-mal geändert.

Rhanaya
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Rhanaya » 31.10.2016 16:05

Schön beschrieben.

Ich sag ja, das Gebäude (DSA 1 - 4) ist so verwinkelt, da hätte man besser ein Neues (DSA 5) daneben gestellt anstatt noch einen Anbau zu machen.

Ardor
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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Ardor » 31.10.2016 17:30

Rhanaya hat geschrieben:Schön beschrieben.

Ich sag ja, das Gebäude (DSA 1 - 4) ist so verwinkelt, da hätte man besser ein Neues (DSA 5) daneben gestellt anstatt noch einen Anbau zu machen.
Allerdings sicher auch ein schwieriges Unterfangen, vor allem, wenn man damit alte Käufer mitnehmen UND neue gewinnen will. Ich glaube gerade die bemühte Verquickung zwischen neuen Regeln (Beispiel: Patzer bei Liturgien) und innerweltlicher Verknüpfung (Sternenfall) ist es, was einigen sauer aufstößt.

In Wahrheit hatten wir bei neuen Regeledition ja schon immer innerweltliche Retcons "all inclusive". Bei DSA 1 gabs die Liturgien und ein Borongeweihter konnte sich schon mal karmal mit Untoten Dienern umgeben. Dann bei DSA 2 und 3 weg von der "Karmazauberei" und reines Eigenschaft und Talent durch Karmaenergie in Form von Mirakeln. Und das gegen Ende DSA 3/DSA 4 die diversen Liturgien, durch welche die Geweihtenschaft insgesamt mit Möglichkeiten ausgestattet wurde, welche die Logik der bisherigen Spielwelt und deren Geschichte gehörig in Frage stellt und die Frage aufwirft, warum das Potential der Geweihtenschaft nie gegen Borbarad und seine Horden eingesetzt wurde.

Ein "Mach neu" wie Du es wahrscheinlich meinst hätte viel mehr Aufwand erfordert was Planung und Ausarbeitung betrifft. Denn ich denke mit einen einfachen "Cut" wäre niemanden gedient gewesen. Man hätte sich vielmehr die Frage stellen müssen: was behalten wir bei und entwickeln wir weiter und was lassen wir wegfallen und wie kommunizieren wir das an die Spieler.

Und last but not least: wie nehme ich die Stärke von DSA (und das ist meiner Meinung nach die gewachsene Hintergrundwelt in ihrer detailfülle, trotz aller Logikbrüche und Unstimmigkeiten) und nutze das um neue Kunden zu gewinnen. Den wodurch kann sich DSA sonst von anderen Systemen abheben? Klar, so wie der Stand der Dinge ist, ist es für Neulinge sowieso nicht nutzbar. Wer liest sich schon in Unmengen alten Hintergrundmaterials ein, das zudem vergriffen ist um sich "einzuarbeiten"?

DSA muss sicher neue Pfade beschreiten. Ob der eingeschlagene Weg rein kommerziell der richtige ist, wird sich zeigen.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Rhanaya » 01.11.2016 10:38

Sicher schwierig man hätte DSA 4 weiter betreuen und DSA 5 vorbereiten müssen.

Hier hätte man die Spielgemeinschaft stark einbinden können und müssen. Das Beispiel Splittermond zeigt, dass es geht ich finde da wurde geradezu Vorbildlich gehandelt und noch immer herrscht da ein starker Austausch.

Den Nebenautoren (Briefspieler) hätte man DSA 4 zur Endbetreuung übergeben können und die Hauptamtlichen sich auf DSA 5 stürzen können. Dazu wäre aber zwingend notwendig gewesen, dass ein gewisser Geist des Vertrauens und der Kooperation gehört, was mir bei Ulisses nicht gegeben schien.
Wie lange wurde den DSA 5 vorbereitet ? Mir erschien es irgendwie übers Knie gebrochen, kann aber auch meine subjektive Täuschung sein.

Ist aber alles müsig, nun haben wir eben das alte Aventurien im neuem Regelkleid, was mich persönlich nicht interessiert. Nachdem wir nun alle mit DSA 4.1 klar kommen bleibt das auch erst mal so.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Der Alpacaflüsterer » 01.11.2016 21:25

Nachdem ich in meiner frühen Jugend, Mitte der 90er, sehr viel DSA gespielt habe, bin ich um 2012/13 wieder nach Aventurien gekommen. Also quasi genau zu dem von Euch beschriebenen 'Bruch' in der Redaktion. Diesen nahm ich anfangs gar nicht wahr, genauso wie den Rest um die Entwicklungen von DSA. Für mich gab es erstmal nur Aventurien, das Mittelreich, Al Anfa, Ambosszwerge, 3W20 Proben, usw.. Die Einarbeitung in das Regelwerk 4.1 war zwar etwas mühselig, aber dennoch spaßig. Ich fand relativ schnell Anschluß an eine Gruppe und so verging nur wenig Zeit, bis Aventurien einen neuen Helden hatte.

Mit der Zeit fing ich dann an, meine eigene, kleine DSA Bibliothek anzulegen. Es ging mit Edition 2/3 los, da diese ja quasi meine sentimental-verklärte Jugend repräsentierte und mich genau dieser Flair wieder reizte. Es war toll, die ganzen alten Bücher in den Händen zu halten, die die Luft Aventuriens atmeten und mir dabei halfen, mich langsam wieder in die Geschichte und Historie einzuarbeiten, mich wieder heimisch zu fühlen.

Nach einem - fatalen - Weihnachtsgeschenk aus der "Grünen Reihe", war meine Sammelleidenschaft vollends entfacht und ich machte mich daran, mir nach und nach alle roten und grünen Bände anzuschaffen. Durch die Beschäftigung mit der Materie begegneten mir gewisse Autoren wieder und wieder; es wuchs ein Bild, wer Aventurien geschaffen hatte, wer die Mütter und Väter dieses wunderbaren Kontinents waren bzw. sind. Durch Orkenspalter TV (ich bin Fanboy) lernte man mehr und mehr über die Verlagsstrukturen usw. kennen. (An dieser Stelle meinen Dank an die tolle und unermüdliche Arbeit! Macht Ihr toll. :) )

Dann kam die blaue Reihe, der Bruch mit der Redaktion und die Ankündigung, es werde bald eine neue Edition von DSA geben. Ich verstehe bis heute nicht, wieso man Leute wie Thomas Römer gehen lassen konnte. Er war für mich (und auch meine Gruppe) einfach eine Instanz, auch wenn viele Regelkrämpfe auf seinem Mist gewachsen waren. Aber allein durch die Tatsache, dass sein Name in soooo vielen essentiellen DSA Publikationen stand, machte ihn zu einer Art Autorität. So gab es auch den geflügelten Spruch bei Regel-/ Spielfragen: "Was würde Thomas Römer sagen?" ...natürlich nicht ohne " ;) ".

Gefühlt ist mit dem Editionswechsel sehr viel verloren gegangen. Das ist nicht greifbar, ich kann es nicht 100%ig benennen, aber es fehlt etwas. Vielleicht kann man es mit Seele umschreiben. Auch wenn vorher vieles vielleicht etwas chaotischer war, so atmete es mehr, hatte mehr Flair. Das merke ich auch heute noch, wenn ich ältere Publikationen durchblättere. Blutrosen und Marasken ist einfach an Atmosphäre und Dichte nicht zu übertreffen; man spürt die Liebe, die darin steckt.

DSA 5 soll zwar besser aussehen (diesen Eindruck teile ich nicht) und einfacher bzw. übersichtlicher sein (Haha). Aber gefühlt ist es deutlich kälter und liebloser geworden. Streamliniges Franchiseprodukt. Die Farbe überdeckt so viel, dass das System kaum noch atmen kann. Für mich ist mit diesem Redaktionsbruch viel verlorengegangen, mein Aventurien quasi auserzählt.

Ich folge zwar noch immer den Produktneuheiten und lese Reviews, aber das wird es wohl gewesen sein. Es werden zwar nach wie vor DSA Produkte gekauft, dies sind aber, bis auf wenige Ausnahmen, "neuere" 4.1 Publikationen (blaue Reihe) und dienen nur dazu, Sammelleidenschaft zu stillen und meine Bibliothek zu vervollständigen. Deshalb muss ich auch zähneknirschend feststellen, dass die Qualität der Publikationen doch abgenommen hat, seit dem das Ullisses Logo auf der Buchfront prangt (ich meine nicht die Nachdrucke von FanPro oder die roten Regelwerke). Es hat sich also nicht zum positiven entwickelt. Leider. Dem Generationenwechsel kann und will ich nicht mehr folgen. Ich spüre da nichts.

Und manchmal sagt ein Bild mehr als 1.000 Worte:
http://bit.ly/2fBKpXR (Illustration aus dem Aventurischen Almanach)

Seriously? :oops:

...das schmerzt dann doch, irgendwie.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Black Feather » 02.11.2016 10:25

Ich gebe keine Wertung ab, da ich mich noch nicht in DSA 5 eingelesen habe. Zudem kenne ich lediglich die Produkte, die in den fraglichen Rahmen fallen.

Ich fand die wachsenden Plots und immer wiederkehrende Meisterfiguren toll. Auch die Schwarzenlande als düstere Bedrohung und das Zerfallen des Mittelreiches sehr schön. (Erschließt Regional viele tolle Möglichkeiten für Abenteuer.)
In den Mir bekannten Abenteuer muss ich aber in DSA 4.1 gestehen, dass es mir im Verhältnis in 90 Prozent der Abenteuer zu sehr Magielastig ist. Wenn man überlegt, wie viel Magie es laut fluff sein sollte.
Da ich als Meiser immer wieder Anregungen suche und daher auch mal Rezessionen lese, stelle ich bei den HW´s fest, das sich dies in DSA 5 etwas zu bessern scheint.

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Re: 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Beitrag von Grinder » 02.11.2016 13:33

Der Alpacaflüsterer hat geschrieben:Dann kam die blaue Reihe, der Bruch mit der Redaktion und die Ankündigung, es werde bald eine neue Edition von DSA geben. Ich verstehe bis heute nicht, wieso man Leute wie Thomas Römer gehen lassen konnte. .
Vielleicht wollte er nicht mehr dableiben? Was sollte Ulisses machen? Ihn am Schreibtisch festketten?

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