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R114: Im Schatten der Dornrose

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Olvir Albruch
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R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Olvir Albruch » 23.10.2010 10:43

Dieser Thread dient zur Diskussion der Inhalte des im November 2009 erschienenen Romans Im Schatten der Dornrose von Bernard Craw.

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Im Schatten der Dornrose
Vielleicht hast du Erfahrungen mit diesem Roman gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Fragen oder Meinungen zum Buch. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread den Roman auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Leser zu bieten.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du den Roman kennst!

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Theaitetos
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Theaitetos » 23.10.2010 11:48

Ich gebe dem Roman 4 Punkte. Es war mutig vom Autor einen Roman über Oron zu schreiben, da Sex und sexuelle Gewalt doch ein sehr polarisierendes Thema in unserer Gesellschaft darstellt. Dennoch ist ihm mMn gelungen auf den schmalen Graten zu wandeln und den Leser durch Oron zu führen.

Oron ist nicht einfach horrormäßig dargestellt, sondern auch verlockend, versuchend und erst allmählich gleitet man in das unmenschliche ab - man gibt einer Dienerin Macht über Sklaven und sie wird selbst zur unbarmherzigen Sklavenmeisterin. Auch die "bösen" Charaktere in Oron haben Gründe für ihr handeln, man heißt es nicht gut oder ist abgestoßen, aber gleichzeitig wird einem verständlich gemacht, dass es nicht erfunden ist, sondern möglich für einen Menschen derart abzugleiten in finstere Sphären.

Die führenden Charaktere sind nicht flach, schön lebendig, auch wenn an einigen Stellen Macken hervortreten (Etilianer im Badehaus, die Gefährten im Wirtshaus in Llanka), aber nichts, was schwer ins Gewicht fallen würde. Ganz besonder gefiel mir hier der Zahlenmystiker mit dem Papagei.

Siehe auch meine Amazon-Rezension

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Robak
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Robak » 10.11.2010 13:16

Ich kann Theaiteos eigentlich nur zustimmen.
Die Stimmung Orons wird gut getroffen, die Oronis sind nicht einfach nur platt böse sondern haben durchaus Charakter.
Interessant fand ich auch, dass eine Schwäche der Oronis gut heraus kam. Sie sind so in ihrem Kult gefangen, dass es ihnen nicht möglich ist den mit so viel Aufwand betriebenen Plan umzusetzen. Letztlich können auch die Oronis nicht aus ihrer Haut und so bröckelt rasch die mühevoll errichtete Fassade der Attraktivität Orons.

Kurz ein sehr stimmiger Roman der das Setting Oron (abgesehen vom übermächtigen Dschinn als Aufhänger) gut trifft.

Leider hat mir der Roman an sich trotzdem nicht gefallen. Es war einfach keine Freude ihn zu lesen. Gut bei Oron konnte man das auch kaum erwarten, aber zumindest hätte ich mir einen Roman erhofft in dem die Handlung mehr von den Protagonisten der freien Lande voran getrieben wird und Oron die ein oder andere Niederlage beigebracht wird.
Meisterinformationen: Ich habe den eher negativen Ausgang des Romans sehr bedauert. Ich hätte mir eine echte Niederlage Orons erhofft

Letztlich gebe ich für das treffen des Settings gute 4 Punkte, da ich den Roman aber nicht gerne gelesen haben werden daraus nur 3 Punkte.

Gruß Robak

Algorton
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Algorton » 19.11.2010 12:26

Es ist schon etwas länger her, dass ich den Roman gelesen habe. Als ich in der Regionalbahn ca. das erste virtel durchgelesen hatte, kam ich an eine Stelle da musst ich schwer schlucken und habe das Buch erstmal zugeklappt ...
"Das steht da nicht wirklich, oder?", habe ich damals gedacht. In anderen Romanen kommt es insbeondere im Finale oft zu Situationen, wo die Aussicht auf etwas wirklich schreckliches besteht. Nur die Guten bzw. die Helden schaffen idR immer die Kurve und alles endet positiv.

Der Roman an sich hat mir alles in allem nur gut gefallen (4 Punkte). Was den Roman in meinen Augen doch auf 5 Punkte aufwertet, ist die deutliche Abgrenzung zu den übrigen DSA-Romanen.
Für mich gehört zu Oron bzw. Rahjas Gegenspielerin nun einmal sexuelle Gewalt. Sollen die Zwölfe und damit Rahja für das Gute stehen, so müssen die Erzdämonen bzw. Rahjas Gegenpart aus menschlicher Sicht das Schlechte verkörpern. Alles andere wäre unschlüssig und inkonsequent. Darum 5 Punkte!

Alandro
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Alandro » 09.02.2011 10:54

Also ich gebe dem Roman fünf Punkte.
Es freut mich, dass er hier überwiegend positiv aufgenommen wird, obwohl er ansonsten bei den Kritiken ziemlich zerrissen wurde.
Meiner Meinung nach hat Crawe die schwarzen Lande genauso dargestellt, wie sie ursprünglich mal gedacht wurden, und dafür wurde er schwer kritisiert.

Klar ist das Buch nichts für Kinder, aber generell bleibt mir nur dem Autor dafür zu gratulieren, dass er es schafft, die schwarzen Lande plastisch darzustellen.

pitjow
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von pitjow » 02.09.2012 18:12

Auch von mir 5 Punkte!

Der erste Roman der die Schwarzen Lande zeigt wie sie wirklich sind: Blanker Horror, Verzweiflung, Irrsinn und (vor allem in Oron) Versuchung. Der Autor kann beim Leser genau die Gefühle erzeugen die ein rechtschaffener Aventurier ebenfalls empfinden muss. Diese sind Empörung und Wut über die herrschenden Ungerechtigkeiten!
Zuletzt geändert von pitjow am 02.09.2012 18:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Praios-Paktierer
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Praios-Paktierer » 07.09.2012 17:09

Nett geschrieben.

Aber warum nennt der Autor die _Novizen_ eines Gottes _Adepten_?

Und dazu noch von Onkel Praios selber?
"Ist der Beschluß auch noch so schlecht - der BGH hat immer Recht!"

(gehört am AG Dortmund)

Pharelis
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Pharelis » 24.11.2013 23:13

Der Roman ist pervers. Gut, Oron ist auch pervers, insofern ist das Setting, wie in diesem Thread schon bemerkt wurde, sehr treffend beschrieben. Allerdings hätte ich das auch schon nach der zweiten oder dritten sadistischen Obszönität begriffen. Statt der gefühlt 150sten Beschreibung abartiger Gewalttaten hätte ich mir mehr Handlung gewünscht. Drei Viertel des Romans ist im Grunde eine Reisebeschreibung, es tut sich nichts (mal abgesehen von schauerlichen Begegnungen am Wegesrand und der erotischen Zwickmühle einiger Protagonisten). Zudem wechselt die Erzählperspektive für meinen Geschmack zu oft. Hätte sich der Autor auf die Sichtweise von ein oder zwei Personen beschränkt, wäre die 'innere Handlung' sicher tiefgründiger ausgefallen. Im Grunde ist das Thema des Buches der Zwiespalt der Oronreisenden zwischen Faszination und Abscheu. Dieser Aspekt hätte mehr Aufmerksamkeit verdient, gerne auf Kosten ausführlich geschilderter Gräueltaten.

Außerdem:
Ich brauche wirklich kein Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End. Aber hier ist ja außer Spesen nix gewesen. Der volle Schlag ins Wasser für alle (zwölfgötterkonformen) Beteiligten. Ich finde das frustrierend.

Warum ich dem Roman trotzdem 3 Punkte gebe: Er ist sehr gut geschrieben und leider kann ich keine getrennten Bewertungen für Inhalt und Stil abgeben.

Nur gut, dass es Oron nicht mehr gibt!

Heldi
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Heldi » 02.03.2014 15:00

Ich kann einigen früheren Stimmen in diesem Thread nur zustimmen: Das Buch taugt eher als Spielhilfe denn als Roman.

Craw hat einen geradezu beängstigenden Ideenreichtum bei der Schilderung oronischer Praktiken und auch keine Scham, diese dem Leser vor Augen zu führen. Da ich den Roman in Vorbereitung der Schleierkampagne gelesen habe, bin ich mit dem Leseergebnis durchaus zufrieden und kann ihn anderen Oron- bzw. Schleier-SL empfehlen.

Als Roman leidet das Buch aber an vielen Mängel. Für mich gehört das negative Ende nicht dazu. Allerdings sind die ausgewählten Protagonisten blaß und inaktiv. Craw hat mehr Spaß daran, die oronischen Schilderungen für uns Leser darzustellen als deren Auswirkungen auf die Protagonisten zu beschreiben; aber er wählt trotzdem keine auktoriale Perspektive. Der Verlauf der Handlung wirkt daher zufällig. Würde die Handlung in einer Rollenspielrunde stattfinden, würde man dem SL berechtigt vorwerfen, die Helden nur von cineastischer Szene zu cineastischer Szene zu führen. Die Protagonisten sind Nebenfiguren.

Insgesamt gebe ich zwei Punkte, wobei das Werk mit einigen Änderungen als Spielhilfe von mir auch starle 4 Punkte bekommen könnte, die Handlung und Personendarstellungen aber allenfalls einen.

Tyrfing
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Tyrfing » 09.04.2014 12:45

Same here.

Der "Plot" besteht aus dem Abklappern verschiedener "Oron-ist-kinky-und-verderbt"-Szenen, die auf Dauer maßlos langweilen. Die Protagonisten bleiben bis zum Ende völlig blass und wenden sich in ihrere Charakterisierung innerhalb einer Seite um 180° und wieder zurück.

Das ist fast schon wieder kurios – in diesem "Roman" wird einfach keine Geschichte erzählt.

2 Punkte für viel Augenrollen und Gähnen.

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Fantana Ratazara
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Fantana Ratazara » 13.05.2015 09:33

Ich gebe dem Roman 4 Punkte: Als Orientierung dafür, wie es in Oron war, ist er perfekt geeignet. Die Atmosphäre ist beängstigend und die Szenen unmoralisch genug für die Schwarzen Lande, so wie man sie sich vorstellen mag (oder auch nicht vorstellen mag). Dort wollte man definitiv kein Thorwaler sein...
Nachdem ich es gelesen hatte, fand ich es fast ein wenig traurig, dass dieser Sündenpfuhl nicht mehr existiert.
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Denderan Marajain
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Re: R114: Im Schatten der Dornrose

Beitrag von Denderan Marajain » 13.03.2017 11:21

Ich gebe dem Roman 2 Punkte

- Handlung habe ich lange gesucht (und eigentlich nicht gefunden)

- Die SC waren erschreckend "schwach"

- Aus meiner Sicht war vieles in dem Roman mit dem RPG nicht erklärbar

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