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[Inseln im Nebel] Zeitablauf (MI!)

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Morakh
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Beitrag von Morakh » 27.10.2017 13:55

Hallo zusammen,

im Abenteuer wird es ja als besonderer Reiz dargestellt, dass die Helden so viel Zeit auf den Inseln im Nebel verbringen, dass die Zeit für die Wettfahrt definitiv abläuft und sie erst bei der Rückkehr nach Thorwal feststellen, dass erst wenige Tage vergangen sind.

Nun ist es aber so, dass sie Beorn begegnen, der bereits zwei Jahre auf den Inseln ist, während für die Helden nur Wochen vergangen sind. Hieraus muss sich den Spielern erschließen, dass die Zeit in der Globule (wie im Silvanden) anders verstreicht und sie deutlich mehr Zeit haben.

Der im AB angedachte Kick des Zeitablaufs ist somit hinfällig.

Ist das einfach ein Logikfehler oder gibt es hier Lösungsvorschläge?

Vielen Dank und beste Grüße
Morakh

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Beitrag von Eadee » 27.10.2017 14:45

Es sollte den Spielern klar werden in dem Moment an dem sie von Beorns Taten auf den Inseln erfahren. Ich vermute du beziehst sich auf einen Satz den sie in der 4.1er Neuauflage geschrieben haben (Ich kann mich an keine solche Passage in der DSA 2/3-Version erinnern)?

Dh ja, solange sie auf den äußeren Inseln unterwegs sind kann ihnen noch etwas bange sein was die Zeiten angeht, aber das war es auch schon. Ich empfehle abgesehen davon dringend einen Blick in die Ursprüngliche Version des Abenteuers da für die DSA4-Überarbeitung nicht nur eine zentrale Passage komplett herausgestrichen wurde sondern auch sonst sehr eigenwillige Änderungen vorgenommen wurden deren Sinn sich mir nicht erschließen will.
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Beitrag von Morakh » 27.10.2017 16:37

Welche zentrale Passage meinst du genau?

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Beitrag von Eadee » 27.10.2017 17:39

In der Ursprungsversion beinhaltet die Prophezeiung zu den Inseln dass jemand (oder mehrere) aus der Mannschaft sterben wird und das gut sei. Der tote Held / die toten Helden kommen nach ihrem Tod in das Jenseits der Elfen (das Reich unter den Wellen) und müssen dort eine ehemalige (tote) Leibgarde Femvariens ausfindig machen um von dieser zu erfahren wo Fenvariens Kerker liegt.

Der Rest der Mannschaft muss sich anstrengen bekm Kessel des Schlangenkönigs ein Wiederbelebungsritual ihrer gefallenen Kameraden durchzuführen. Und Wiederbelebungen sind in DSA wirklich eine seltene Sache.

Wer also nach der 4er-Version spielt streicht die gesamte (hoch interessante) Passage über das Reich unter den Wellen und nimmt dem Abenteuer eine recht zentrale Dramatik ("Jemand von uns wird/soll/muss sterben?!").

Stattdessen wartet die 4. Edition mit irgendeinem reinkarnierten NSC auf den man einmal durch den Kessel schleifen soll und gut ist. Der NSC stirbt dann auch unmittelbar danach wieder. Ob aus Einfallslosigkeit oder der Angst die nächste Aufgabe mit ihm würde zu einfach weiß ich nicht zu sagen.

Aber bei mir hat die 4er-Überarbeitjng ohnehin mehr Fragezeichen (und Unmut) aufgeworfen als alles andere.
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Beitrag von Robak » 31.10.2017 01:10

Um mal auf die Ursprungsfrage einzugehen:

Es stellt sicher keinen Logikbruch da wenn die Helden irgendwann bemerken, dass die Zeit auf den Inseln nicht identisch zu Aventurien verläuft.

Als ich die Sage geleitet habe habe ich ziemlich am Anfang die 'ihr habt exakt 80 Tage' Setzung gestrichen.
Für die Engländer aus '80 Tage um die Welt' ist eine fixe Deadline stimmig. Für Horasier wäre dass wohl ebenfalls so.
Für die Thorwaler hingegen erscheint mir das wenig stimmig.
Was soll denn überhaupt passieren wenn Phileasson und Beorn gleichermaßen 'zu spät' sind?
Ok wenn deiner zu spät ist hätte wohl der andere gewonnen.
Aber wenn beide zu spät sind?
Disqualifikation wegen Zeitüberschreitung passt zum Horasreich aber in meinen Augen wenig zu Thorwal.
Bei einer Wettfahrt gewinnt logischerweise der der zuerst da ist.
Bei einem Rennen gegen die Zeit gewinnt man wenn man vor der Deadline fertig ist.
Die Kombination aus beiden ergibt zumindest eine merkwürdige Kombination (A vor B aber beide nicht in Deadline).

Wenn man die Zeitvorgabe nun aber belassen will, dann ist es doch erst recht kein Problem wenn die Charaktere/Spieler erfahren, dass sie noch nicht verloren haben.
Ganz im Gegenteil. Die Information 'Ihr habt noch nicht verloren' könnte für die seltenen Charaktere/Spieler denen wirklich nur die Wettfahrt wichtig ist, die zentrale Information sein um mit dem Abenteuer weiter zu machen.
Allgemein wäre es aber sehr schade wenn zu diesem Zeitpunkt der Kampagne die Motivation noch immer das Anfangs ausgerufene Wettrennen wäre.

Gruß Robak

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Beitrag von Morakh » 09.11.2017 15:38

Vielen Dank für die konstruktive Rückmeldung, Robak!

Insbesondere das Stichwort Motivation ist natürlich wichtig: Meinen Helden liegt inzwischen natürlich deutlich mehr am Schicksal der Hochelfen. Aber die Wettfahrt verlieren sie dennoch nie aus den Augen.

Was die Frage angeht, was passiert wenn Phileasson und Beorn beide zu spät sind: dann haben beide den Titel "Herr der Meere" eben nicht verdient. Von daher finde ich das Zeitlimit eigentlich noch ganz stimmig.

Und ich fände es daher eigentlich auch gut, wenn beide Parteien erst in Thorwal erfahren, dass noch nichts verloren ist.

Aber dein Hinweis darauf, dass das auch ein Motivationskiller sein kann, ist ein gutes Argument.

Ich habe den Passus über den Zeitablauf aber nun erneut gelesen und bin abermals irritiert: Dort steht nämlich, dass auf Dere nur die Zeit vergeht, die die Helden mit der Limbusfahrt verbracht haben. Bislang war ich davon ausgegangen, dass die Zeit in beiden Welten einfach unterschiedlich schnell verstreicht - also so wie im Silvanden!? :grübeln:

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Beitrag von Eadee » 09.11.2017 18:46

Der Silvanden Fae hat einen Zeitfluss der linear mit dem Zeitfluss von Dere skaliert.

Der Zeitfluss der Inseln im Nebel dagegen ist gar nicht an den von Dere gekoppelt, das kannst du schon allein daran erkennen dass Beorn dort zwei Jahre (es waren doch zwei, oder?) seit seiner Abkürzung aus Tie'Shianna verbracht hat und das Buch dich nirgends berechnungen anstellen lässt wie lange die Helden auf den Inseln genau Zeit haben.

Das hat ursprünglich natürlich nur den erzählerischen Wert damit jede Spielrunde, egal wie lange sie sich für die Inseln Zeit lässt trotzdem das Abenteuer und die Wettfahrt weiterspielen kann. Dramaturgisch finde ich es aber auch sehr passend um klar zu machen wie unabhängig die Inseln im Nebel von Dere sind während der Silvanden Fae eigentlich noch sehr stark gebunden ist. Der Zauberwald ist ja auch um ein vielfaches leichter zu erreichen als die Inseln.

Die Zeit vergeht auf den Inseln also genau so schnell wie es die Geschichte brauchen kann. Was auch stimmig ist in einer Welt, in der Sagen und Legenden zu Realität werden, wenn der Zeitfluss jemals Rücksicht auf den Plot nehmen sollte, dann in so einer Welt. ;)
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Beitrag von Morakh » 14.11.2017 13:30

Sehr gute Ausführungen, Eadee - das hilft! :lol: :6F:

Deine Argumentation kommt mir auch sehr gelegen, insbesondere da der "gewollte" Zeitplan des Abenteuers bei uns ohnehin schon sehr durcheinander gekommen ist. Meine Helden dachten z.B. in Brokscal oder im Tal der Echsen überhaupt nicht daran, sich so lange dort aufzuhalten, wie es das Abenteuer vorsieht.

Und ich sah auch keinen Sinn darin, per Gängelung das Abenteuer zu strecken... von daher: Time runs with the Speed of plot! :wink:

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