[DSAnews.de] Wege der Vereinigung kommt als Crowdfunding [Update]

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Sumaro
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[DSAnews.de] Wege der Vereinigung kommt als Crowdfunding [Update]

Beitrag von Sumaro » 09.02.2018 16:47

Bestimmt sogar ist es das. Und wenn man den guten DSA-Humor schätzt wird das die edlen Spender jetzt geradezu ekstatisch ins Crowdfunding treiben.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Isanos
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Beitrag von Isanos » 09.02.2018 18:30

Zornbold hat geschrieben:
09.02.2018 16:36
Isanos hat geschrieben:
09.02.2018 16:33
Ich hoffe mal einfach, dass es eine Parodie auf die hiesigen... Diskussionen ist.
Davon kannste ausgehen, deswegen auch mein :lol: vor dem Video. Wollte es aber nicht zu offensichtlich machen
Naja, wenn ich an die Vorläufer - Spielhilfe zu dem Thema aus dem Thorwaler Standard denke... Da war ich mir auch nie sicher ob es nun spaßig oder ernst gemeint ist. :grübeln: :P
Die höchste Form der Kriegsführung ist die Zerstörung des Willens seines Feindes, um so allen Angriffen vorzubeugen.

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Beitrag von Zornbold » 09.02.2018 18:35

Ich erwarte übrigens, das @Curthan Mercatio und seine Gang das Dingen asap auf Ilaris konvertieren. :devil:
Isanos hat geschrieben:
09.02.2018 18:30
Naja, wenn ich an die Vorläufer - Spielhilfe zu dem Thema aus dem Thorwaler Standard denke... Da war ich mir auch nie sicher ob es nun spaßig oder ernst gemeint ist.
Das war zum Einen nie ein offizielles Produkt und zum Anderen ein Scherz, ja. :lol:

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Sumaro
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Beitrag von Sumaro » 09.02.2018 18:49

Aber ich dachte das Ziel von Ilaris sei ein schlankes und effizientes Regelwerk?
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Beitrag von WeZwanzig » 09.02.2018 19:47

Ich bin mir ja sicher, die Eigenheiten in Ilaris können diesen Themenkomplex besser und einfacher beschreiben, so die Gruppe den an solchen Sachen Spaß hat, als es die Regeln aus "VdV" werden :lol:
DSA, trotz der Regeln, nicht wegen der Regeln

Nathan Fürstenberg
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Beitrag von Nathan Fürstenberg » 09.02.2018 20:12

Losan hat geschrieben:
08.02.2018 23:03
Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
08.02.2018 21:19
Als Autor würde ich mich nicht bezeichnen, eher als Macher und Investor. Das trifft es am ehesten.
Meine Neugier ist geweckt. Ich möchte gerne mehr erfahren was ich mir darunter vorstellen kann. :)
Schöne Anmerkungen und Fragen, ich versuche sie nacheinander zu beantworten.

Guten Abend Herr Losan, guten Abend Herr Masberg,

da kann ich weiterhelfen.

Als Autor will ich mich nur rühmen, wenn ich echte Zeilen zu einem Buch beigetragen habe. Im Fall von Wege der Vereinigungen wäre das aber reichlich übertrieben. Ich habe vielmehr, damit die Redaktion ihre Arbeitskraft auf andere Projekte ausdehnen kann, mich um eine Betreuung verschiedener Bereiche des Bandes gekümmert. Dazu gehörte u. a. eine längere, kostenintensive Recherche. Bei einem solchen Band sollte man nicht jemanden beauftragen, der nicht bereit ist, dafür auch (Länder-)Grenzen zu überschreiten.

Sehr geehrter Herr Lokwai,

Sie sind schon recht nahe dran, aber ich habe keine Gewinnbeteilungsabsicht. Im Gegenteil. Mein Anliegen war "für" dieses Projekt zu investieren, damit es stattfindet. Ich würde nie Geld für meine DSA-Dienste verlangen. Entweder mache ich das aus Freude an der Sache oder gar nicht. Geld ist an dieser Stelle völlig unteressant für mich.
Allerdings bin ich am hadern, ob ich mir beim Crowdfunding das höchste Pledge-Level zulegem soll oder nicht. Anfangs hatte ich sogar überlegt, es mir mehrfach zu holen, aber dass wäre unfein gegenüber anderen Interessenten.

Geehrter Herr WeZwazig,

finden Sie das wirklich so schlimm? Herr Plötz, Herr Spohr und Frau Stritter scheinen Spaß daran zu haben. Mehr sollte ein Spiel doch nicht können. Spaß machen. Lachen. Und noch mehr Lachen. Ein Erotikband, wo man nicht die Größe von Geschlechtsmerkmalen auswürfeln kann, wäre aus meiner Sicht am Thema vorbei. Sowas erwarte ich als Standard. Ein Erotikband ohne Humot wäre traurig. Ich will Ihnen aber freilich nicht vorschreiben, was sie zu meinen haben. Leute, die anderen soetwas vorschreiben wollen, auch unterschwellig, sind widerlich.

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Beitrag von WeZwanzig » 09.02.2018 21:06

Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
09.02.2018 20:12
Geehrter Herr WeZwazig,

finden Sie das wirklich so schlimm? Herr Plötz, Herr Spohr und Frau Stritter scheinen Spaß daran zu haben. Mehr sollte ein Spiel doch nicht können. Spaß machen. Lachen. Und noch mehr Lachen. Ein Erotikband, wo man nicht die Größe von Geschlechtsmerkmalen auswürfeln kann, wäre aus meiner Sicht am Thema vorbei. Sowas erwarte ich als Standard. Ein Erotikband ohne Humot wäre traurig. Ich will Ihnen aber freilich nicht vorschreiben, was sie zu meinen haben. Leute, die anderen soetwas vorschreiben wollen, auch unterschwellig, sind widerlich.
Zu aller erst; sie dürfen mich gerne dutzen. Ich finde hier im Forum sind wir eh alle, weil wir DSA mögen, damit sehe ich uns als eine große, freundschaftlich verbundene Gemeinschaft, bei der solche Formalitäten eher stören.

Nun zu ihrer Frage. Ja ich finde das bisher Gesehen wirklich schlimm, und das aus mehreren Gründen:

Zum einen finde ich die derart präsentierten Regeln als viel zu kleinteilig und zu sehr ins Detail gehend. Ich empfinde sie als unpraktisch, immersionsstörend und den Spielfluss behindernd. Ich habe nichts gegen das Ausspielen von sexuellen Szenen, solange alle am Tisch daran Spaß haben. Aber nichts würde in meinen Augen die Stimmung so sehr zerstören, wie wenn plötzlich Sätze fallen würden, wie etwa "Hey Meister, kannst du kurz nachschauen, welchen Modifikator ich mit meinem Dödel bei ihrer Vagina habe. Was? Eine 1er Erschwerniss? Aber in Po ist erleichtert? Na dann machen wir das doch mal!". Für mich wäre in dem Moment jegliche Stimmung der Szene weg.

Zum zweiten entspricht ein derart großer Regelteil nicht meinen Erwartungen an das Buch. Ich hätte mir eher eine Verteilung wie bei Aventurische Namen gewünscht, bei der es nur einen kurzen Regelanhang am Schluss gab. Wäre es ein (fast) reiner fluff-Band, der zum Worldbuilding von DSA beiträgt würde ich mich viel mehr auf das Buch freuen. Würde der Fokus darauf liegen Fragen, die das Rahjasutra unbeantwortet ließ, wie etwa elfische Sexualität/Mentalität beantwoten fände ich ihn viel brauchbarer als diese Tabellen- und Kleinstregeln-Auflistung, die ich hier erahnen.

Zuletzt stört mich die bloße Existenz eines solchen Bandes noch aus einem viel wichtigeren Grund. Rollenspiel ist immer noch ein reines Nischenhobby, mit sehr kleinem fandome. Ich versuche stets Leute dazu zu bringen, es sich einmal anzuschauen und es mal zu probieren, neue Leute für das Hobby zu begeistern. Dabei fällt mir aber oft auf, wie stark stigmatisiert das Hobby eigentlich ist. Wenn es den Leuten wirklich bekannt ist, dann durch die Darstellung von D'n'D in verschiedenen US-Serien und dort immer auf die gleiche Art: Als Hobby der Versager, Looser, Ausgestoßenen und ewigen Jungfrauen. Es ist oft reichlich an Arbeit nötig, diese Stigmen zu zerschlagen und zu brechen. Leider denke ich jedoch, das ei solcher Band diese Vorurteile eher bekräftigen und bestätigen wird, als sie zu zerstreuen.
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Beitrag von Nathan Fürstenberg » 09.02.2018 21:48

WeZwanzig hat geschrieben:
09.02.2018 21:06
Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
09.02.2018 20:12
Geehrter Herr WeZwazig,

finden Sie das wirklich so schlimm? Herr Plötz, Herr Spohr und Frau Stritter scheinen Spaß daran zu haben. Mehr sollte ein Spiel doch nicht können. Spaß machen. Lachen. Und noch mehr Lachen. Ein Erotikband, wo man nicht die Größe von Geschlechtsmerkmalen auswürfeln kann, wäre aus meiner Sicht am Thema vorbei. Sowas erwarte ich als Standard. Ein Erotikband ohne Humot wäre traurig. Ich will Ihnen aber freilich nicht vorschreiben, was sie zu meinen haben. Leute, die anderen soetwas vorschreiben wollen, auch unterschwellig, sind widerlich.
Zu aller erst; sie dürfen mich gerne dutzen. Ich finde hier im Forum sind wir eh alle, weil wir DSA mögen, damit sehe ich uns als eine große, freundschaftlich verbundene Gemeinschaft, bei der solche Formalitäten eher stören.

Nun zu ihrer Frage. Ja ich finde das bisher Gesehen wirklich schlimm, und das aus mehreren Gründen:

Zum einen finde ich die derart präsentierten Regeln als viel zu kleinteilig und zu sehr ins Detail gehend. Ich empfinde sie als unpraktisch, immersionsstörend und den Spielfluss behindernd. Ich habe nichts gegen das Ausspielen von sexuellen Szenen, solange alle am Tisch daran Spaß haben. Aber nichts würde in meinen Augen die Stimmung so sehr zerstören, wie wenn plötzlich Sätze fallen würden, wie etwa "Hey Meister, kannst du kurz nachschauen, welchen Modifikator ich mit meinem Dödel bei ihrer Vagina habe. Was? Eine 1er Erschwerniss? Aber in Po ist erleichtert? Na dann machen wir das doch mal!". Für mich wäre in dem Moment jegliche Stimmung der Szene weg.

Zum zweiten entspricht ein derart großer Regelteil nicht meinen Erwartungen an das Buch. Ich hätte mir eher eine Verteilung wie bei Aventurische Namen gewünscht, bei der es nur einen kurzen Regelanhang am Schluss gab. Wäre es ein (fast) reiner fluff-Band, der zum Worldbuilding von DSA beiträgt würde ich mich viel mehr auf das Buch freuen. Würde der Fokus darauf liegen Fragen, die das Rahjasutra unbeantwortet ließ, wie etwa elfische Sexualität/Mentalität beantwoten fände ich ihn viel brauchbarer als diese Tabellen- und Kleinstregeln-Auflistung, die ich hier erahnen.

Zuletzt stört mich die bloße Existenz eines solchen Bandes noch aus einem viel wichtigeren Grund. Rollenspiel ist immer noch ein reines Nischenhobby, mit sehr kleinem fandome. Ich versuche stets Leute dazu zu bringen, es sich einmal anzuschauen und es mal zu probieren, neue Leute für das Hobby zu begeistern. Dabei fällt mir aber oft auf, wie stark stigmatisiert das Hobby eigentlich ist. Wenn es den Leuten wirklich bekannt ist, dann durch die Darstellung von D'n'D in verschiedenen US-Serien und dort immer auf die gleiche Art: Als Hobby der Versager, Looser, Ausgestoßenen und ewigen Jungfrauen. Es ist oft reichlich an Arbeit nötig, diese Stigmen zu zerschlagen und zu brechen. Leider denke ich jedoch, das ei solcher Band diese Vorurteile eher bekräftigen und bestätigen wird, als sie zu zerstreuen.
Gerne Herr WeZwanzig, dann Dutzen wir uns. Sie scheinen nett zu sein.
Zum ersten Punkt: Aber das ist doch kein Problem! Das sind Fokusregeln. Du kannst sie weglassen, wenn sie dir zu kleinteilig sind. Ich benutze auch nur wenige Fokusregeln. Für meinen Krieger allerdings alle Regeln aus WdV, um die Boni zu bekommen, die Rahja verspricht.

Der Anteil der Regeln ist hoch. Man sollte aber den Anteil weniger gewichten als die pure Seitenzahl. Das Buch ist dick geworden. Es gibt zu verschiedenen Kulturen und Spezies Hintergrundmaterial. Das Material ist immens umfangreich und Alex und Axel haben den Umfang von Beginn des Projektes mehrfach nach oben korrigiert (und Herrn Plötz in den Wahnsinn getrieben), damit wir ein gutes Quellenbuch zusammenbekommen. Der Regelteil umfasst nicht nur Regeln. Er beinhaltet auch neue Professionen und alles, was dazugehört. Einige "Regeln" würde ich persönlich eher als Mischung aus Regeln und Hintergrund betrachten. Ein Abschnitt über Schwangerschaften beinhaltet gewiss Tabellen zur prozentualen Chance für Zeugung und Empfängnis, aber ebenso Informationen zur Kompatibilität von Spezies. Entsprechend würde ich die 1/3 zu 2/3 Aufteilung also nur als grobe Richtlinie sehen. Ich teile aber das Bedürfnis nach einem großen Hintergrundteil.

Dem letzten Punkt kann ich nicht zustimmen. Zumindest kann ich ihm nicht generell zustimmen. Es mag Menschen geben, die Physikern vorwerfen weltfremd und sheltonesk zu sein, oder dass Theaterschauspieler Tyrannen sind. Sicherlich gibt es solche Leute, aber Vorurteile sind nicht das Problem der Physiker oder Theatermenschen. Es ist das Problem desjenigen, der dieses Vorurteil hegt. Was ich damit sagen will: Nicht das Buch sorgt für das Problem, es sind die Leute, die die Vorurteile über dich haben. Von solchen Menschen sollte man sich die Freude nicht verderben lassen. Aufstehen und dagegen vorgehen. Und wenn es nicht funktioniert ... wer braucht solche Leute?

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Beitrag von WeZwanzig » 09.02.2018 22:24

Das ich solche Regeln nicht nutzen muss, da hast du vollkommen recht. Wobei ich dann aber zu folgendem Problem komme: Ich kann das Buch nicht regellos erwerben. Sprich, wenn ich es mir kaufe, dann habe ich effektiv für einen Haufen Seiten gezahlt, die a) für mich keinen nutzen haben, und b) mir Platz in meinen Schränken wegnehmen. In meiner Situation als Student mit begrenzten finanziellen Mitteln und gefühlt stets zu wenig Platz natürlich durchaus problematisch. Dazu kommt, dass ich bei der aktuellen Veröffentlichungspolitik von Ulisses die Regeln nicht nur einmal im Regal stehen haben werde, sondern auch noch in jedem Abenteuer, in dem sie relevant seien könnten. Zugegeben, das ist ein allgemeines Problem der DSA5-Regelaufteilung, aber es stört mich jedes mal aufs neue. Wie oft ich schon die Schwarmregeln im Schrank stehen habe... Daher bin ich einfach kein Freund von solch detaillierten Fokusregeln. Wenn die breite Masse damit Spielen will, dann gut, hätte ich halt das Nachsehen, aber bei dem Buch beschleicht mich das gleiche Gefühl, das ich schon bei den Fokusregeln im Trefferzonen-Set hatte: Nur ein sehr, sehr kleiner Bruchteil der Spieler wird sie je in ihrem Spiel nutzen.

Um deine Aussage zu meinem zweiten Punkt besser einschätzen zu können, würde mich interessieren, wie du das Regel-fluff-Verhältnis von "Aventurisches Götterwirken" einschätzt. Für meinen Geschmack enthielt der Band viel zu wenig Hintergrund und viel zu viele Regeln, die dadurch nur leer im Raum standen. Während ich die Vademecuums in DSA4 noch als optional für Geweihtenspieler ansah, kann ich mir nicht vorstellen in DSA5 einen Geweihten ohne zu spielen, da ich sonst einfach keinen Hintergurnd habe, mit dem ich arbeiten könnte. Würdest du sagen WdV hat eine ähnliche Verteilung von Regeln und Fluff, oder überwiegt hier eher der Fluff.

Zum dritten Punkt: Ich habe schon Leute mit Vorurteilen überzeugen können. "Das ist ja gar nicht so blöd, wie es in 'Two and a Half man' immer klang." Die wenigsten die sich wirklich darauf eingelassen haben, hatten am Ende nicht wenigstens ein Verständnis dafür entwickelt, wenn nicht gar selber Lust gehabt weiter zu machen. Doch fürchte ich, das mir eine Buch wie WdV dabei die Aufgabe nicht vereinfach wird. Dann wird die Ausgangslage bald nicht mehr sein "DSA, ist das nicht das, was diese Nerds in Big Bang Theory immer spielen?" sein, sondern "DSA, ist das nicht dieses Spiel, wo es gleich zwei Bücher nur ums Fi*en gibt?". Und ja, das empfinde ich als problematisch. Nur durch Erhalt und Wachstum des Kundenpools kann mein liebstes Hobby erhalten bleiben und sich weiter entwickeln. Und da fürchte ich wird das Buch mehr Schaden anrichten, als das es helfen wird.
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Beitrag von Nathan Fürstenberg » 09.02.2018 23:01

WeZwanzig hat geschrieben:
09.02.2018 22:24
Das ich solche Regeln nicht nutzen muss, da hast du vollkommen recht. Wobei ich dann aber zu folgendem Problem komme: Ich kann das Buch nicht regellos erwerben. Sprich, wenn ich es mir kaufe, dann habe ich effektiv für einen Haufen Seiten gezahlt, die a) für mich keinen nutzen haben, und b) mir Platz in meinen Schränken wegnehmen. In meiner Situation als Student mit begrenzten finanziellen Mitteln und gefühlt stets zu wenig Platz natürlich durchaus problematisch. Dazu kommt, dass ich bei der aktuellen Veröffentlichungspolitik von Ulisses die Regeln nicht nur einmal im Regal stehen haben werde, sondern auch noch in jedem Abenteuer, in dem sie relevant seien könnten. Zugegeben, das ist ein allgemeines Problem der DSA5-Regelaufteilung, aber es stört mich jedes mal aufs neue. Wie oft ich schon die Schwarmregeln im Schrank stehen habe... Daher bin ich einfach kein Freund von solch detaillierten Fokusregeln. Wenn die breite Masse damit Spielen will, dann gut, hätte ich halt das Nachsehen, aber bei dem Buch beschleicht mich das gleiche Gefühl, das ich schon bei den Fokusregeln im Trefferzonen-Set hatte: Nur ein sehr, sehr kleiner Bruchteil der Spieler wird sie je in ihrem Spiel nutzen.

Um deine Aussage zu meinem zweiten Punkt besser einschätzen zu können, würde mich interessieren, wie du das Regel-fluff-Verhältnis von "Aventurisches Götterwirken" einschätzt. Für meinen Geschmack enthielt der Band viel zu wenig Hintergrund und viel zu viele Regeln, die dadurch nur leer im Raum standen. Während ich die Vademecuums in DSA4 noch als optional für Geweihtenspieler ansah, kann ich mir nicht vorstellen in DSA5 einen Geweihten ohne zu spielen, da ich sonst einfach keinen Hintergurnd habe, mit dem ich arbeiten könnte. Würdest du sagen WdV hat eine ähnliche Verteilung von Regeln und Fluff, oder überwiegt hier eher der Fluff.

Zum dritten Punkt: Ich habe schon Leute mit Vorurteilen überzeugen können. "Das ist ja gar nicht so blöd, wie es in 'Two and a Half man' immer klang." Die wenigsten die sich wirklich darauf eingelassen haben, hatten am Ende nicht wenigstens ein Verständnis dafür entwickelt, wenn nicht gar selber Lust gehabt weiter zu machen. Doch fürchte ich, das mir eine Buch wie WdV dabei die Aufgabe nicht vereinfach wird. Dann wird die Ausgangslage bald nicht mehr sein "DSA, ist das nicht das, was diese Nerds in Big Bang Theory immer spielen?" sein, sondern "DSA, ist das nicht dieses Spiel, wo es gleich zwei Bücher nur ums Fi*en gibt?". Und ja, das empfinde ich als problematisch. Nur durch Erhalt und Wachstum des Kundenpools kann mein liebstes Hobby erhalten bleiben und sich weiter entwickeln. Und da fürchte ich wird das Buch mehr Schaden anrichten, als das es helfen wird.
Ich wende mich den einzelnen Abschnitten zu:

Sehe ich das richtig: Du spielst nicht mit DSA5-Regeln, deshalb ist nur der Hintergrundteil für dich wichtig? PDFs sind keine Alternative?

Ich hatte mich längere Zeit mit Alex und einem Teil der Autoren über die Aufteilung unterhalten. Die Bände, die über die Regelerweiterungsschiene fahren, sollen primär Regeln und Crunch enthalten, weniger Hintergründe. Diese sind aber nicht einfach weg, sondern sollen getrennt kommen. WdV ist aber kein Regelerweiterungsband, sondern ein Quellenbuch (mit diesen blauen Schuppen am Rand). So eine Art Mischband. Dort gibt es einen deutlich höheren Anteil an Hintergrund. Das Verhältnis ist ein anderes und auch so gewollt.
Es ist schon deutlich fluffiger. Viele einleitende Zitate, aber auch mal direktes Spielmaterial wie das Bordell zum Auswürfeln, Hintergründe zu Toleranz und Akzeptanz von Homosexualität und andere Themen, die schon immer Fragen aufgeworfen haben.

Ich konnte allein durch die Recherche zu diesem Band neue Spieler und sehr viele Spielerinnen gewinnen. Sogar neue Autorinnen. Zwei Bücher machen noch kein DSA. Und wir reden hier nicht von schmuddeligen Sexfilmchen, sondern von ästhetischer Erotik in Buchform. Mit positiven, sexuellen Kulturbild. Es ist freilich ein Kuriosum.

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Sumaro
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Beitrag von Sumaro » 09.02.2018 23:13

Wie steht es denn um die Akzeptanz von Homosexualität in Aventurien?
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Beitrag von WeZwanzig » 09.02.2018 23:16

Genau ich bespiel zwar (unter anderem) den DSA5-Hintergrund, sprich ich nutze wenn möglich die Regionalbände, Abenteuer etc, bespiele es aber mit anderen Regelsystemen, die mir besser gefallen (aktuell DSA4 und Ilaris). Die DSA5-Regeln erwerbe ich meist zum besseren Verständnis und als Bruchstein für eigene Hausregeln (etwa die Zeremonialgegenstände). Für pdfs bin ich einfach ein zu großer Büchernarr, ich habe gerne was in der Hand, und so wie ich einen Haufen Videospielboxen immer beeindruckender finde als eine volle steam-Bibliothek finde ich auch ein volles Bücherregal begehrenswerter als ein Order voll mit pdfs.
Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
09.02.2018 23:01
Viele einleitende Zitate, aber auch mal direktes Spielmaterial wie das Bordell zum Auswürfeln, Hintergründe zu Toleranz und Akzeptanz von Homosexualität und andere Themen, die schon immer Fragen aufgeworfen haben.
Leider gingen genau solche Aspekte des Buches in der bisherigen Vermarktung stark unter, beziehungsweise wurden gar nicht erwähnt. Das Buch hat immer noch den Stempel "April-Scherz" und als solches sollte es versuchen die Leute zu überzeugen, das es deutlich mehr ist. Das neuste Video auf YouTube ist gefühlt jedoch eine reine Sammlung von pubertär Peniswitzen. Sollte das Buch so sein, wie du es hier beschreibst, so kam das bisher bei mir aber ganz anders an.

Wenns klappt, dann freut mich das. Die Möglichkeit besteht, wir leben immerhin in einer Welt in der "50 Shades of Grey" salonfähig ist. Skeptisch bleibe ich aber trotzdem
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Beitrag von Nathan Fürstenberg » 09.02.2018 23:35

Sumaro hat geschrieben:
09.02.2018 23:13
Wie steht es denn um die Akzeptanz von Homosexualität in Aventurien?
Gut, das Sie fragen.

Alex und ich haben uns da sehr genau überlegt, wie Aventurien gestaltet ist. Wir haben da eine immens große Toleranz in den Ländern der Zwölfgöttergläubigen abgebildet und uns sehr bemüht, dass auch die Traviakirche nicht unsympathisch-intolerant rüberkommt (es gibt Ausnahmen, aber die Kirche soll nicht so wirken, als ob sie etwas gegen Homosexuelle hätte). Die Zwölfgöttergläubigen werden nur von den Maraskanern überflügelt, die eine absolute Akzeptanz in ihrer Gesellschaft aufweisen. Zudem haben wir usn auch mit anderen Geschlechtern und wie die Aventurier darüber denken beschäftigt. Was ist beispielsweise mit Menschen, die zwei primäre Geschlechtsorgane aufweisen? Oder dauerhaft ihr körperliches Geschlecht wechseln wollen (von der Tsakirche sicherlich toleriert). Auch hier hatten wir den Leitsatz, dass wir uns nicht an irdischen Ungerechtigkeiten orientieren, sondern Aventurien ein Hort der Toleranz ist, unserer Welt deutlich voraus.
Beim Bildmaterial haben wir deshalb auch einige homoerotische Szenen von Männern und Frauen sowie bisexuelle Szenen gewünscht. Eines meiner Lieblingsbilder ist ein Männerpaar, in einer recht harmlosen Szene, welches aber gute Laune und Normalität vermittelt.
Leider gingen genau solche Aspekte des Buches in der bisherigen Vermarktung stark unter, beziehungsweise wurden gar nicht erwähnt. Das Buch hat immer noch den Stempel "April-Scherz" und als solches sollte es versuchen die Leute zu überzeugen, das es deutlich mehr ist. Das neuste Video auf YouTube ist gefühlt jedoch eine reine Sammlung von pubertär Peniswitzen. Sollte das Buch so sein, wie du es hier beschreibst, so kam das bisher bei mir aber ganz anders an.
Wir sind aktuell ja dabei, alles vorzustellen. Ich werde nicht verschweigen, dass es auch ein paar ordinäre, pupertäre, geile Witze geben wird, aber das ist etwas, was ich persönlich auch von dem Buch erwarte. Alex wird aber in den nächsten Tagen auch einige Beiträge abseits von den Witzen präsentieren. Wenn mich nicht alles täuscht, beispielsweise etwas zu Rahjalieb und einem gleichberechtigen Verhütungsmittel für Männer. Oder auch ein paar Einsichten in eine neue karmale Profession.

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Sumaro
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Beitrag von Sumaro » 10.02.2018 00:03

Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
09.02.2018 23:35
Die Zwölfgöttergläubigen werden nur von den Maraskanern überflügelt, die eine absolute Akzeptanz in ihrer Gesellschaft aufweisen. Zudem haben wir usn auch mit anderen Geschlechtern und wie die Aventurier darüber denken beschäftigt. Was ist beispielsweise mit Menschen, die zwei primäre Geschlechtsorgane aufweisen? Oder dauerhaft ihr körperliches Geschlecht wechseln wollen (von der Tsakirche sicherlich toleriert). Auch hier hatten wir den Leitsatz, dass wir uns nicht an irdischen Ungerechtigkeiten orientieren, sondern Aventurien ein Hort der Toleranz ist, unserer Welt deutlich voraus.
Ich würde ja sagen, dann wurde eindeutig vergessen, wie tolerant Elfen damit sind was Liebe betrifft und wie sie dies als natürlich hinnehmen und fluide gestalten.

Nun ist allerdings die Frage, was daran der Mehrwert ist. Toleranz ist großartig, aber in Aventurien schon so ultimativ verbreitet, dass man selbst Nachtalben und Dämonenpaktierer in die Gesellschaft integriert. Das man sich nicht daran stört ob Alrik Balrik oder Alrike lieb hat, wenn irgendwo anders Orks ins Reich einfallen (oder integriert werden, je nachdem, man ist ja tolerant) oder Sterne auf einen drauf fallen können, weil was großes passiert, ist verständlich, aber kaum der Erwähnung außerhalb eines kurzen Absatzes wert. Das gibt es bei Shadowrun dann auch schon, beschrieben auf einer halben Seite.

Für Toleranz brauche ich ja nicht viel Platz. Wenn es weitestgehend überall akzeptiert ist, reicht dafür eine halbe Seite, worin ich auch noch erwähnen kann, dass es zwei bis drei Kulturen oder Umfelder gibt, in denen es anders ist. Aber so füllt man ja kein Buch. Und angeblich soll es ja mit großen EInsichten über Aventurien gefüllt sein. Denn Sex ist ja nun mal universal.

Wo wird es denn neue Anspielstationen im Hintergrund geben? Was sind die drängenden Fragen, die sich so aufgeworfen haben? Wird es Konfliktpotential geben, dass man ausschlachten kann? Aktuell gibt es im Hintergrund nämlich sehr viele Dinge, die große Reibung erzeugen, gerade in Sachen "Vereinigung" und "freie Liebe". Da sind doch bestimmt ein paar Brennpunkte im Blick aus dem aktuellen Hintergrund, oder?
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Beitrag von Nathan Fürstenberg » 10.02.2018 00:21

Sumaro hat geschrieben:
10.02.2018 00:03
Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
09.02.2018 23:35
Die Zwölfgöttergläubigen werden nur von den Maraskanern überflügelt, die eine absolute Akzeptanz in ihrer Gesellschaft aufweisen. Zudem haben wir usn auch mit anderen Geschlechtern und wie die Aventurier darüber denken beschäftigt. Was ist beispielsweise mit Menschen, die zwei primäre Geschlechtsorgane aufweisen? Oder dauerhaft ihr körperliches Geschlecht wechseln wollen (von der Tsakirche sicherlich toleriert). Auch hier hatten wir den Leitsatz, dass wir uns nicht an irdischen Ungerechtigkeiten orientieren, sondern Aventurien ein Hort der Toleranz ist, unserer Welt deutlich voraus.
Ich würde ja sagen, dann wurde eindeutig vergessen, wie tolerant Elfen damit sind was Liebe betrifft und wie sie dies als natürlich hinnehmen und fluide gestalten.

Nun ist allerdings die Frage, was daran der Mehrwert ist. Toleranz ist großartig, aber in Aventurien schon so ultimativ verbreitet, dass man selbst Nachtalben und Dämonenpaktierer in die Gesellschaft integriert. Das man sich nicht daran stört ob Alrik Balrik oder Alrike lieb hat, wenn irgendwo anders Orks ins Reich einfallen (oder integriert werden, je nachdem, man ist ja tolerant) oder Sterne auf einen drauf fallen können, weil was großes passiert, ist verständlich, aber kaum der Erwähnung außerhalb eines kurzen Absatzes wert. Das gibt es bei Shadowrun dann auch schon, beschrieben auf einer halben Seite.

Für Toleranz brauche ich ja nicht viel Platz. Wenn es weitestgehend überall akzeptiert ist, reicht dafür eine halbe Seite, worin ich auch noch erwähnen kann, dass es zwei bis drei Kulturen oder Umfelder gibt, in denen es anders ist. Aber so füllt man ja kein Buch. Und angeblich soll es ja mit großen EInsichten über Aventurien gefüllt sein. Denn Sex ist ja nun mal universal.

Wo wird es denn neue Anspielstationen im Hintergrund geben? Was sind die drängenden Fragen, die sich so aufgeworfen haben? Wird es Konfliktpotential geben, dass man ausschlachten kann? Aktuell gibt es im Hintergrund nämlich sehr viele Dinge, die große Reibung erzeugen, gerade in Sachen "Vereinigung" und "freie Liebe". Da sind doch bestimmt ein paar Brennpunkte im Blick aus dem aktuellen Hintergrund, oder?
Sie dürfen nicht vergessen, dass das sie DSA schon viele Jahre kennen. Für Sie mag es erstmal nicht so ungewöhnlich sein, aber für einen neuen Leser ist das nicht unbedingt selbstverständlich, in einer toleranten Welt zu spielen. Und das muss diesem erst klar gemacht werden.
Es gibt dennoch Unterschiede in der Behandlung und immer auch Ausnahmen, auf die man eingeht. Die Andergaster haben ein deutlich mittelalterliches Weltbild und Rahja war dort lange eine Gottheit mit sehr geringem bis keinem Einfluss. Gibt es vielleicht ein paar Ausnahmen, weil man einer Adligen Familie angehört: Wie stehen Zwerge zur Homosexualität? Da gibt es schon einen Fundus an Fragen. Wir haben keine 80 Seiten damit gefüllt, aber den notwendigen Platz eingeräumt, den das Thema auch verdient.
Reibungspunkte haben wir auch berücksichtigt. Die Novadis und die Andergaster waren dankbare Anspielstationen, aber auch die Frage von Pflicht, Nachkommen zu zeugen vs. Liebe ist berücksichtigt.

Ich bin auf jeden Fall stolz darauf, welches Bild wir insgesamt damit vermitteln können. Man muss sich ja nicht immer am Schlechtesten der Wirklichkeit orientieren.
Ich würde ja sagen, dann wurde eindeutig vergessen, wie tolerant Elfen damit sind was Liebe betrifft und wie sie dies als natürlich hinnehmen und fluide gestalten.
Ich vergaß: Ja, auch die Elfen sind tolerant im Hinblick auf Geschlechter, aber recht elitär, was die Spezies angeht.

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Beitrag von Mindergeist » 10.02.2018 01:47

ich glaube ich bin zu alt für sowas.

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Sumaro
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Beitrag von Sumaro » 10.02.2018 08:34

Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
10.02.2018 00:21
Sie dürfen nicht vergessen, dass das sie DSA schon viele Jahre kennen. Für Sie mag es erstmal nicht so ungewöhnlich sein, aber für einen neuen Leser ist das nicht unbedingt selbstverständlich, in einer toleranten Welt zu spielen. Und das muss diesem erst klar gemacht werden.
Ah. Womit wir doch beim eigentlichen Problem angekommen sind. Der Inhalt, der hier teilweise angesprochen wird, gehört eben nicht in ein Sonderwerk, denn woher "kenne" ich denn Aventurien?
Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
10.02.2018 00:21
Die Andergaster haben ein deutlich mittelalterliches Weltbild und Rahja war dort lange eine Gottheit mit sehr geringem bis keinem Einfluss. Gibt es vielleicht ein paar Ausnahmen, weil man einer Adligen Familie angehört:
Wäre das nicht ein Text gewesen, der eher für die Regionalspielhilfe in genau diesem Spielbereich interessant gewesen wäre? Sprich der wertvolle Input, den man doch jedem neuen Spieler mitgeben will, geht da vollkommen ab? Ich soll also was über die zwergische EInstellung zum Sex kennen lernen, aber über die Zwerge kann ich nicht mal 10 Seiten zur Kultur, Lebensweise etc. nachschauen? Ich soll etwas über die Akzeptanz von vorehelichem Sex bei den Tulamiden erfahren, wenn ich außer einer Handvoll Seiten zu allen möglichen Themen noch nichts über diese Kulturen weiß?

Mir kann doch keiner sagen, dass sich "Wege der Vereinigung" an die Anfänger richtet. Geschweige denn, dass der Inhalt wirklich sinnvoll dort platziert ist, wo er platziert wird. Wollte man eine tolerante Welt mit offenem Umgang mit Sexualität etc. gestalten, dann wäre der Almanach genau der richtige Ort gewesen, um dort ein Kapitel einzuweben, um genau das zu thematisieren (und übrigens hätte man mit der generischen Heldengruppe, die sonst fast immer nur überflüssige und flache Kommentare zum Besten gibt, sogar mal eine Möglichkeit gehabt, diesen Helden den Standpunkt ihrer Kultur in den Mund zu legen). Hat man aber nicht. Und klar wäre Platz dafür gewesen, es war also nicht wichtig.

Wenn mir noch 90% von Aventurien fehlt, an Beschreibung, dann sind die Wege der vereinigung für den neuen Spieler komplett nutzlos, denn alles was ich da erzähle über Kultur und Sexualität, das hätte ich schon a) lange platzieren können (Almanach) und b) könnte ich noch in den ganzen austehenden Spielhilfen unterbringen, die sich ja weitestgehend aus dem bestehenden Bild speisen.

Sprich, wer sich also auf die Fahnen schreibt, damit ein besseres Aventurien zu erschaffen, der nutzt die bestehenden Gelegenheiten schlicht nicht und hat sich offenbar selbst getäuscht. Den Inhalt des Bandes was die regelseitigen Dinge betrifft, hätte man vermutlich, ähnlich wie die Regeln zur Kneipenschlägerei, auch in einem eigenen Meisterschirm unterbringen können. Eine Penis-Tabelle zum auswürfeln ist nun wahrlich keine Sache, die viel Platz braucht (und die gibt es zu DSA auch schon von anderen Spielhilfen).

Es mag sicherlich ein wirtschaftlicher Erfolg werden können und manche werden auch lustig finden, was die Redaktion da in den Raum wirft als Unterhaltungsvideo, ich jedoch denke, dass man seine Strukturen gerade in der Veröffentlichung einfach deutlich verbessern könnte und bei mir - was unbedeutend ist, da kein Kunde - ist der Respekt für die kreative Arbeit deutlich gesunken. Selbst wenn man interessante Themen anspricht, sehe ich, dass diese, bei aufrichtigem Interesse daran einen toleranten Kontinent einzuführen, woanders besser und universaler untergebracht werden müssten und es hier in erster Linie darum geht, noch einmal mit einem Nischenprodukt das Spenden-Potential der Community abzugreifen und "schnelles und einfaches" Geld zu machen. Das ist legitim, sorgt bei mir allerdings für Abneigung.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

Nathan Fürstenberg
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Beitrag von Nathan Fürstenberg » 10.02.2018 09:24

Sumaro hat geschrieben:
10.02.2018 08:34
Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
10.02.2018 00:21
Sie dürfen nicht vergessen, dass das sie DSA schon viele Jahre kennen. Für Sie mag es erstmal nicht so ungewöhnlich sein, aber für einen neuen Leser ist das nicht unbedingt selbstverständlich, in einer toleranten Welt zu spielen. Und das muss diesem erst klar gemacht werden.
Ah. Womit wir doch beim eigentlichen Problem angekommen sind. Der Inhalt, der hier teilweise angesprochen wird, gehört eben nicht in ein Sonderwerk, denn woher "kenne" ich denn Aventurien?
Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
10.02.2018 00:21
Die Andergaster haben ein deutlich mittelalterliches Weltbild und Rahja war dort lange eine Gottheit mit sehr geringem bis keinem Einfluss. Gibt es vielleicht ein paar Ausnahmen, weil man einer Adligen Familie angehört:
Wäre das nicht ein Text gewesen, der eher für die Regionalspielhilfe in genau diesem Spielbereich interessant gewesen wäre? Sprich der wertvolle Input, den man doch jedem neuen Spieler mitgeben will, geht da vollkommen ab? Ich soll also was über die zwergische EInstellung zum Sex kennen lernen, aber über die Zwerge kann ich nicht mal 10 Seiten zur Kultur, Lebensweise etc. nachschauen? Ich soll etwas über die Akzeptanz von vorehelichem Sex bei den Tulamiden erfahren, wenn ich außer einer Handvoll Seiten zu allen möglichen Themen noch nichts über diese Kulturen weiß?

Mir kann doch keiner sagen, dass sich "Wege der Vereinigung" an die Anfänger richtet. Geschweige denn, dass der Inhalt wirklich sinnvoll dort platziert ist, wo er platziert wird. Wollte man eine tolerante Welt mit offenem Umgang mit Sexualität etc. gestalten, dann wäre der Almanach genau der richtige Ort gewesen, um dort ein Kapitel einzuweben, um genau das zu thematisieren (und übrigens hätte man mit der generischen Heldengruppe, die sonst fast immer nur überflüssige und flache Kommentare zum Besten gibt, sogar mal eine Möglichkeit gehabt, diesen Helden den Standpunkt ihrer Kultur in den Mund zu legen). Hat man aber nicht. Und klar wäre Platz dafür gewesen, es war also nicht wichtig.

Wenn mir noch 90% von Aventurien fehlt, an Beschreibung, dann sind die Wege der vereinigung für den neuen Spieler komplett nutzlos, denn alles was ich da erzähle über Kultur und Sexualität, das hätte ich schon a) lange platzieren können (Almanach) und b) könnte ich noch in den ganzen austehenden Spielhilfen unterbringen, die sich ja weitestgehend aus dem bestehenden Bild speisen.

Sprich, wer sich also auf die Fahnen schreibt, damit ein besseres Aventurien zu erschaffen, der nutzt die bestehenden Gelegenheiten schlicht nicht und hat sich offenbar selbst getäuscht. Den Inhalt des Bandes was die regelseitigen Dinge betrifft, hätte man vermutlich, ähnlich wie die Regeln zur Kneipenschlägerei, auch in einem eigenen Meisterschirm unterbringen können. Eine Penis-Tabelle zum auswürfeln ist nun wahrlich keine Sache, die viel Platz braucht (und die gibt es zu DSA auch schon von anderen Spielhilfen).

Es mag sicherlich ein wirtschaftlicher Erfolg werden können und manche werden auch lustig finden, was die Redaktion da in den Raum wirft als Unterhaltungsvideo, ich jedoch denke, dass man seine Strukturen gerade in der Veröffentlichung einfach deutlich verbessern könnte und bei mir - was unbedeutend ist, da kein Kunde - ist der Respekt für die kreative Arbeit deutlich gesunken. Selbst wenn man interessante Themen anspricht, sehe ich, dass diese, bei aufrichtigem Interesse daran einen toleranten Kontinent einzuführen, woanders besser und universaler untergebracht werden müssten und es hier in erster Linie darum geht, noch einmal mit einem Nischenprodukt das Spenden-Potential der Community abzugreifen und "schnelles und einfaches" Geld zu machen. Das ist legitim, sorgt bei mir allerdings für Abneigung.
Es ist Wochenende, Herr Sumaro, gehen Sie raus in die Welt und verbringen Sie kostbare Zeit nicht in Foren.

Das Thema ist so wichtig, dass es nicht verstreut auf x-Publikationen gehört. Gewiss, man hätte das Thema auch in den Aventurischen Almanach unterbringen können, aber kreiden Sie dies nicht WdV an. Das kann nichts dafür, dass der Almanach schon gedruckt war. Allerdings wäre dort vermutlich weniger Platz gewesen, sodass ein Quellenband mindestens die zweitbeste Lösung darstellt. Stellen Sie sich vor, es gebe diesen Band gar nicht. Ein schwerwiegender Verlust!

Für einen Nichtkunden verfügen Sie über ziemlich viele inhaltliche Detailkenntnisse. Für einen Nichtkunden sind Sie auch sehr diskussionsfreudig an einem Werk, dass sie gar nicht wollen. Nutzen Sie Ihre Zeit besser. Spielen Sie zum Beipsiel mehr DSA.

Ich werde jetzt meinen eigene Rat befolgen.

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Beitrag von Zornbold » 10.02.2018 09:36

Wir hatten ja schon viele, sehr viele Ulissesnahe Leute hier, die meisten sind auch recht umgänglich, aber ein Backer der sich Investor schimpft, ein Hiwi, der sich Macher nennt und in einem P&P Forum Leute siezt, ihnen dann noch Ratschläge für ihre Freizeitgestaltung gibt und WdV für wichtig hält ist zumindest mal originell, wenn auch ziemlich unsympathisch und nervtötend im Gesamtauftritt. (Und ja, das ist meine private Meinung).

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Beitrag von Amadeus » 10.02.2018 09:59

Ich glaube der ein oder andere hier hat privat zu wenig Sex und eskaliert daher hier bei der Verteidigung von WdV :D

Nein im Ernst: für mich ist der Band - nach allem was man so hört - grotesker Unfug.

Inzwischen kann ich masberg verstehen, wenn er sagt das hier sei nicht mehr sein DSA. Meines ist es auch nicht mehr. Ich kaufe inzwischen viel mehr Cthulhu. Da sind die Leute mit Begeisterung dabei und bieten spannendes Material. Keine Peniswürfeltabellen.

Das Produkt erinnert mich an eine Art Dekadenz untergehender Hochkulturen ... Meistens kommt danach ein tiefer Fall...

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Beitrag von Zohltan » 10.02.2018 10:10

Es gibt Tage, da möchte ich @Zornbold echt mal drücken. Darüberhinaus wohnt er in Wien. Es ist so schön! Danke Zorni! :cookie:

Ach, das Siezen und die Sprache wird ja hier mal sehr schön als Distinktion verwendet. Das ist voll spannend und lustig.

https://de.wikipedia.org/wiki/Distinktion_(Soziologie)

Das könnte man echt als Beispiel in einem Seminar verwenden :lol: Mach ich aber nicht...

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Beitrag von Rabbatzmann » 10.02.2018 10:39

Ich bin immer noch hart am Schwanken, ob sich das Gesieze und gestelzte Gehabe einfach nur scherzhaft oder toternst sein soll. Falls Letzteres zutreffen würde, wäre ich gut erschüttert, aber im Zuge der von mir überwiegend negativ betrachteten DSA5-Publikationsstrategie könnte ich es mir leider auch vorstellen... :???:

Zum Topic: WdV halte ich auch für ein absolut überflüssiges Getüddel. Zum einen exisitiert mit dem Rahjasutra (was ich auch schon für überflüssiges Getüddel halte) schon ein themenspezifisches Werk und zum anderen sollte aus Spieler-Sicht lieber an wichtigen Dingen wie Regelbänden, Metaplot oder Regionalspielhilfen gearbeitet werden. Wenn der WdV jedoch keine Kapazitäten fressen würde (rein hypothetisch), wäre es mir letztlich egal, wir sind ja keine Sittenwächter :ijw: : herausbringen kann Ulisses viel, und kaufen kann es wer will - leben und leben lassen :dance:

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Beitrag von queery » 10.02.2018 11:28

Ich hatte bei DSA-News schon folgendes Kommentiert:
Nach dem ersten Verdauen dieses Videos mach ich mir jetzt ernsthafte sorgen die über ein unnötig und peinlich hinausgehen. Das könnte tatsächlich negativen Einfluss aufs Rollenspiel haben. Sex im Rollenspiel ist ein sehr sensibles Thema was bei pupertären Männerrunden nicht immer sehr gut aufgehoben ist. Ich kenne min. 3 Frauen die nach einem kurzen ich schau mir DSA mal an, wo ihr weiblicher Char dann in einer der ersten Runden Vergewaltigt wurde oder ähnliches erlebt haben für immer deutlich Abstand zu sowas wie Rollenspiel gehalten haben. Oder ich war mal bei einer traumatisierenden Myranor Runde auf der Heinzcon wo einer eine nakte, stinkende powergamer Riesenkatze gespielt hat und ein anderer Typ eine nackte weiblichen Satyr gespielt haben die auf männlich vorgestellten Sexapeal ausgerichtet war. Ich bin aus der Runde dann irgendwann rechtzeitig notausgestiegen, obwohl sie von Radatz (rip) geleitet wurde. Aber das war dann für immer mein Abschied von Myranor, dass ich jetzt nicht mehr spielen mag ohne an diese Runde denken zu müssen. Ich grusel mir dabei was hetero Typen mit viel pupertät im Kopf und wenig achtsamkeit mit Detailregeln zur Geschlechtsorganen und Sexstellungen die in so einer nach meinem vorläufigen Eindruck unachtsamen und blöden Art in diesem Ulisses Produkt gebracht werden in Runden machen werden.
Dabei geht es auch anders: monsterhearts hat find ich ziemlich viel richtig gemacht, obwohl es ein Setting ist in dem es um pupertierende Vampire/Hexen/Werwölfe im Highschoolsetting mit macht, gewalt, manipulation, liebe und sex geht. Und Love and Sex in the Ninth World soll glaub ich auch ganz gut sein, auch wenn ich das selbst noch nicht gelesen hab.
Nachdem ich hier die unterhaltsam geschriebenen Anmerkungen des Investoren gelesen habe, hoffe ich ja doch noch darauf einer großen Verarschung voll auf den Leim gegangen zu sein. Und nach den Anmerkungen zu Texten zum Umgang mit Homosexualität (ich war ja bislang immer ein absoluter Gegner der für intollerante Engstrine gehaltenen Traviakirche) denke schwanke ich dann doch wieder und denke es ist ernst was mich wegen letzterem freuen würde, wenn oben erwähntes drin ist trotzdem gruselt. Ach ich bin ganz verwirrt. Das zumindest muss ich ihnen Herr Fürstenberg doch positiv zu gute halten.

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Beitrag von Mindergeist » 10.02.2018 11:30

Nathan Fürstenberg hat geschrieben:
10.02.2018 00:21
Ich bin auf jeden Fall stolz darauf, welches Bild wir insgesamt damit vermitteln können. Man muss sich ja nicht immer am Schlechtesten der Wirklichkeit orientieren.
da würde ich mal sagen: Thema verfehlt. Das Ziel einer bespielbaren Fantasywelt sollte nicht sein, irgendein "Bild zu vermitteln", sondern möglichst abwechslungsreich und interessant bespielbar zu sein. Konflikte geben hierbei immer mehr her als völlige weichzeichnung in jeder Kultur. Davon abgesehen gibt es keinen Grund darauf stolz zu sein, denn es ist keine Leistung, eine ausgedachte Fantasiewelt mal eben für bedingungslos tolerant zu erklären.

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Beitrag von queery » 10.02.2018 11:44

@Mindergeist: Widerspruch. Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein Grund warum weibliche Spielerinnen sich in DSA- Runden manchmal mit weniger Behinderung ihrer Spielfreude herumschlagen müssen. Auch wenn eine konsequente Gleichberechtigung und ihre Wirkung auf Stereotype und Rollen m.E. in vielen DSA-Produkten und Beschreibungen verfehlt wird ist das ein echtes Pfund. Und wenn ich einen Schwulen oder Bisexuellen Char spielen möchte, dann freue ich mich, wenn ich mich in meiner Rollenspielrunde nicht durch weltliche Klischees, Vorurteile und Abwertungen kämpfen muss die unter dem Vorwand das es halt eine mittelalterliche Welt ist, wo das nun mal so ist hetero Mitspielern noch leichter über die Lippen kommen. Klar Reibung muss sein, aber man kann viel Interessanter spielen wo die Reibung ist, wenn nicht einfach weltliche Normativität kopiert wird.

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Beitrag von Gorbalad » 10.02.2018 11:54

Da wären vielleicht unterschiedliche Diskriminierungen interessanter als allgemeine Toleranz gewesen...
Neben den konservativen Heteronormativen in den Streitenden Königreichen vielleicht eine Gegend, wo Homosexualität die Norm ist, und Heterosexualität nur zum Zweck der Fortpflanzung toleriert wird usw.

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Beitrag von queery » 10.02.2018 11:55

Aber stellt euch nur mal vor wie toll es wäre, wenn das ganze nur eine ausführlich und aufwendig wiederholte Aprilscherzverarschung ist. Nicht nur dass es dann den ev. gruseligen WdV Band nicht gäbe, es wäre wirklich ein Meisterstück der täuschung da es sich als echte Umsetzung einer solchen Tarnt. Ich stelle mir jedenfalls vor wie Alex hinter dem Fake-Profil von Herr Fürstenberg sitzt und sich die ganze Zeit vor lachen krümmt. Ach das fänd ich schön.

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Beitrag von Mindergeist » 10.02.2018 11:55

queery hat geschrieben:
10.02.2018 11:44
wenn ich mich in meiner Rollenspielrunde nicht durch weltliche Klischees, Vorurteile und Abwertungen kämpfen muss die unter dem Vorwand das es halt eine mittelalterliche Welt ist
dann hast du einfach nur bescheuerte Spielleiter/Mitspieler. Wenn die dir auf die Nerven gehen wollen, wird auch keine Regionalbeschreibung sie davon abhalten.
queery hat geschrieben:
10.02.2018 11:44
Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein Grund warum weibliche Spielerinnen sich in DSA- Runden manchmal mit weniger Behinderung ihrer Spielfreude herumschlagen müssen.
habe schon viele Spielrunden mit Spielerinnen erlebt und noch nie wurde deren Spielfreude behindert. Auch nicht in Andergast. Auch hier wieder: Evtl. einfach bescheuerte Spielleiter?

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Beitrag von Fenia_Winterkalt » 10.02.2018 12:03

Könnten wir vielleicht beim Thema bleiben und aufhören die 'falschen' Spielweisen/Meinungen anderer Leute in den Mittelpunkt zu stellen?
Angesichts dessen erscheint es mir schon eine großartige Leistung zu sein eine tolerante Welt zu kreieren und damit Erfolg zu haben...

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Beitrag von Cifer » 10.02.2018 12:44

Gorbalad hat geschrieben:
10.02.2018 11:54
Da wären vielleicht unterschiedliche Diskriminierungen interessanter als allgemeine Toleranz gewesen...
Neben den konservativen Heteronormativen in den Streitenden Königreichen vielleicht eine Gegend, wo Homosexualität die Norm ist, und Heterosexualität nur zum Zweck der Fortpflanzung toleriert wird usw.
Ich glaube, das nennt sich Amazonenburg?
(Leserinnen von Clios zwölf Abhandlungen wissen mehr ...)
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