DSA4 Das Tapam der Waldmenschen

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Suluma
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Das Tapam der Waldmenschen

Beitrag von Suluma » 09.02.2018 19:04

Da ich eine Gruppe um Al'Anfa leite und einen Waldmensch-Utulumischling in Reihen der Spieler habe habe ich mich jetzt mal näher mit dem Thema Glaube der Waldmenschen usw. beschäftigt. Viele Sachen sind mir klar geworden aber manche auch nicht.
Die meisten Fragen stellen sich mir um das Tampa der Waldmenschen/Utulus. Da sich die Aussagen der einzelnen Regelwerke widersprechen bzw. weitere Fragen aufwerfen. Vielleicht habe ich es auch einfach falsch verstanden falls das so ist hoffe ich ihr könnt mir helfen es zu verstehen.

Ich gehe davon aus dass ein Tapam, den persönlichen Schutzgeist der an den Tapamname gebunden ist, nur der hat der daran glaubt und nicht etwa wie in IdDM beschrieben automatisch jedem Waldmensch innewohnt. Da es ja im Al'Anfanischenimperium auch Zwölfgötterglaube unter den in Sklaverei geborenen oder zu den verlorenen Stämmen zählenden Waldmenschen gibt ist oben genannte für mich die logischste Erklärung.
Eine andere Erklärung die meiner oben genannten widerspricht ist diese: Jeder Waldmensch besitzt einen Tapam (quasi durch die DNA^^) kennt aber dessen Namen nicht, da bei der Geburt kein Schamane da war der der Mutter den Tapamnamen nennen kann.

Jetzt zu den eigentlichen weißen Flecken auf meiner Karte:

Wenn das/der Tapam nicht richtig aus dem Körper/Kopf entfernt wurde kann ein Waldmensch zu einem Tschumbi werden da der Körper durch Satuul, also das Gegenstück zum Tapam, "beseelt" werden kann. Um dies zu vermeiden nähen die Waldmenschen den Leichen nach dem Entfernen des Tapam alle Körperöffnungen im Gesicht zu. Da durch diese natürlichen Öffnungen, und wohl nur durch diese den durch die Öffnung durch das Abtrennen des Kopfes vom Hals kann das Satuul scheinbar nicht eindringen, das Satuul in den Körper eindringen kann.
Meine größte Unklarheit bei diesem Thema ist was Satuul nun regeltechnisch ist.
Zu Anfang ging ich davon aus dass es sich ausschließlich um den Yaq-Hai handelt, der in die Körper der Waldmenschen eindringt und sie zu Untoten erhebt. Je weiter ich gelesen habe um so weiter habe ich mich von dieser Theorie entfernt da in VUuT davon gesprochen wird dass der Yaq-Hai auch von Affenkadavern Besitz ergreifen kann und in WdZ steht das Yaq-Hai nun auch in der Warunkei gesichtet wurden, nun besitzt ein Affe kein Tapam und die Waldmenschen in der Warunkei werden sich auch an einer (halben?) Hand abzählen lassen.
Somit fällt der Yaq-Hai als einzige Satuulquelle weg. (Bleibt aber immer noch ein verdammt interessantes Wesen zwischen Dämon und Untoten das fantastische Spielmöglichkeiten bietet)

Es gibt ja noch die Möglichkeit das Tote durch bestimmte Rituale ,ich weiß leider nicht genau welche, zu Untoten werden. Da ich aber davon ausgehe dass die Dorf-, Stammesgemeinschaft wenig Interesse an Untoten Umtrieben ihrer Mitwaldmenschen hat, und sie ja auch bei ihren "normal" verstorbenen alle Körperöffnungen im Gesicht zunähen, denke ich das diese Rituale auch wegfallen.

Welche regeltechnische Möglichkeit bleibt also noch um Satuul zu erklären?

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ChaoGirDja
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Das Tapam der Waldmenschen

Beitrag von ChaoGirDja » 10.02.2018 12:23

Soweit ich das bisher immer Verstanden habe, ist "das Tapam" nichts weiter das Seelentier ist.
Und ein solches, hat idT jeder. Egal ob er es nun kennt, oder nicht.
Das dieses Gelegentlich auch mal als Schutzgeist auftritt, dürfte auf den Gleichnamigen Vorteil zurück zu führen sein (und der grade unter Utullus sehr hohen Rate an magisch Begabten).

Es zeigen sich hier rund da aber auch parallel zum "wahren Namen" und somit zur Seele selbst.
Was allerdings ken Widerspruch ist, da das Seelentier "nichts weiter" als eine Art "Spiegel der Seele" ist.

Der "Geisterglaube" der Waldmenschen scheint diese beiden Phenomene schlicht in einen Topf zu werfen.
Was aber nicht weiter Tragisch ist.
Zwar sind der "wahre Name" und das "Seelentier" idT 2 unterschiedliche Phenomene, aber sie beide machen das selbe: Sie Charakterisieren die jeweilige Person. Nur das der "wahre Name" diese vollständig Erfast, während das Seelentier eher Tendenzen und grundlegende Charaktaristika aufzeigt.
So das es realtiv Egal ist, ob man sie nun Getrennt betrachtet oder zusammen wirft.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Auch ein leichter Legastheniker mit Kontroll-Prog. finden nicht alle.

DriveZ
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Das Tapam der Waldmenschen

Beitrag von DriveZ » 10.02.2018 14:37

Hmmm, also ich habe den Tapam eines Waldmenschen/Utulu vom glauben her immer mit dessen Seele gleichgesetzt. Die ganzen Blasshäute sind ja deshalb so blass, da sie mit der Herrin der nachtschwarzen Tiefe in Berührung gekommen sind und dabei diese eingebüßt haben. Deswegen kann man den Blasshäuten ja auch nicht trauen ;) Wird jmd nun nicht richtig beerdigt, so verfault dessen Seele und wird zum Satuul (Dämon). Rein regeltechnisch hab ich mir dazu aber bisher wenig Gedanken gemacht und positive Auswirkungen hat das Begräbnis Ritual eh nur, wenn es von einem Schamanen durchgeführt wird.
Man weiß nie, vor welchem größeren Unglück einen das Pech bewahrt hat.

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AngeliAter
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Das Tapam der Waldmenschen

Beitrag von AngeliAter » 10.02.2018 14:47

Ich würde das Tapam auch als eine Art Seele betrachten welche aus Sicht der Waldmenschen nur Waldmenschen haben.
Daraus folgt dann, egal wie sich eine Blasshaut anstrengt, sie wird niemals ein Tapam haben. Dito ein Sklavenwaldmensch, ihm wurde von den Blasshäuten das Tapam gestohlen und er kann so niemals wieder ein neues Tapam erhalten.
Was die Satuul-Geschichte angeht, Südaventurien hat eine erschreckende Tradition von Untoten- und Dämonenbeschwörung, da sollte es nicht verwunderlich sein, wenn halt ein paar ohne Einladung auftauchen. Und das Waldmenschen zu Satuuls werden und die Blasshäute nicht, nun ja, die Blasshäute haben ja Boron der genau das verhindert.

Der Schutzgeist ist ganz einfach ein gewöhnlicher Schutzgeist. Die Waldmenschen werden da aber den Tapam und den Schutzgeist einfach zusammenwerfen weil sie jetzt auch keine so große magische Aufklärung genossen haben.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
Christopher Hitchens

DriveZ
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Das Tapam der Waldmenschen

Beitrag von DriveZ » 10.02.2018 14:51

Tatsächlich würde ich das mit dem ein Sklave hat keinen Tapam mehr gar nicht so streng sehen. Da kann man viel zu schöne Gruselgeschichten raus spinnen, wenn es doch Mal einen Waldmenschen in nördliche Richtung verschlagen hat. So nach dem Motto und dann haben sie versucht von seinem Tapam zu zehren, um selber wieder einen zu bekommen. Deswegen ist er jetzt so blass.
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